Hunde erleichtern den Alltag von Menschen mit Behinderung
Sobald sie sich einen Hund als Begleiter zulegen, entspannt sich die Lebenssituation behinderter Menschen und ihre Lebensqualität verbessert sich entscheidend. Das belegten Dr. Sylvia Greiffenhagen, Professorin für Politikwissenschaft und Sozialplanung an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg, und Professor Reinhold Bergler vom Psychologischen Institut der Universität Bonn in zwei voneinander unabhängigen Studien.
Hier die wichtigsten Ergebnisse: Hundebesitzer mit Behinderung haben mehr Selbstvertrauen, fühlen sich sicherer und geschützter und haben schließlich häufiger Kontakte zu Menschen ohne Behinderung. Die Sorge um den Hund tritt in den Vordergrund und verdrängt die Gedanken, die sich mit der Behinderung beschäftigen. Schließlich akzeptiert der Hund seinen Menschen so wie er ist, auch mit seinen körperlichen Unzulänglichkeiten.
Die Vierbeiner können eine Hilfsperson nicht ersetzen. Aber ihre Dienste erleichtern den Alltag enorm. Denn aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften wie Anhänglichkeit, Intelligenz und Lernfähigkeit lassen Hunde sich so erziehen und ausbilden, dass sie für Rollstuhlfahrer, Blinde, Gehörlose oder Rheumatiker eine große Hilfe sind. Sie öffnen Türen, tragen die Einkaufstasche, machen auf Geräusche (z.B. Türklingel) aufmerksam und heben heruntergefallene Gegenstände (Brille, Stift) auf. Die Hunde können auch Lichtschalter und Klingel betätigen und sogar Hilfe herbeirufen. Sie unterstützen Herrchen oder Frauchen nicht nur bei ihren alltäglichen Aufgaben, sondern geben ihnen auch psychischen Halt.
