Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Eine zweite Katze kommt ins Haus

Wie der Mensch lebt auch die Katze nicht unbedingt gerne alleine, vor allem dann, wenn „ihr" Mensch berufstätig und wenig zu Hause ist. Die meisten Katzen genießen es, einen Artgenossen um sich zu haben. Dies wird durch die Studien verschiedener Verhaltensforscher bestätigt, unter anderem von Professor Paul Leyhausen und Prof. Dr. Dennis Turner.  

Katzen haben oft untereinander freundschaftliche Beziehungen. Leben sie in einem Haushalt zusammen, spielen und toben sie gerne miteinander. Aber ebenso genießen sie es, behaglich nebeneinander zu dösen oder zu schlafen. Auf keinen Fall langweilen sie sich zu zweit. Und der Mensch braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er die beiden für einige Stunden am Tag alleine lässt.  

Am besten schafft man sich von Anfang an zwei Kätzchen aus dem gleichen Wurf an. Wenn eine Katze schon älter ist, möchte sie natürlich ihr Revier gegen den Neuankömmling verteidigen. Aber in der Regel arrangieren sich die beiden von alleine. Ist die zweite Katze noch sehr jung, respektiert sie die Vorrechte der älteren und passt sich an. Daraus können schließlich die dauerhaftesten Freundschaften entstehen. Ideal ist es, wenn die „Kleine" im Alter von circa zwölf Wochen ins Haus kommt, denn dann hat sie von der Mutter und den Geschwistern alles gelernt, was für den Umgang mit Artgenossen wichtig ist und ist für das „neue“ Leben besonders lern- und anpassungsfähig.  

Mitunter kann die Gewöhnung einer alt eingesessenen Katze an den Neuankömmling etwas länger dauern. Nur Geduld! In jedem Fall sollte man der „Alten" besonders viel Aufmerksamkeit schenken und auf keinen Fall das Gefühl aufkommen lassen, dass man den „Neuen“ bevorzugt. Es ist auch hilfreich, wenn man mit beiden Katzen viel spielt. Dabei abwechselnd mit einer von beiden anfangen und dann die andere mit einbeziehen. Beim Spiel vergessen die beiden wahrscheinlich bald ihr „Konkurrenzdenken".