Katzensprache
Katzen haben eine eindeutige Körpersprache, mit der sie ihre Bedürfnisse signalisieren. Wer mit einer oder mehreren Katzen zusammenlebt, sollte ihre Sprache kennen und verstehen lernen. Dann kommt es auch nicht zu Missverständnissen. Die Stubentiger drücken sich durch Laute, Körpersprache und Mimik aus.
Kommt die Katze mit hochgerecktem Schwanz und erhobenem Kopf auf den Menschen zu, freut sie sich, ihn zu sehen. Streicht sie so um ihn herum, möchte sie etwas zu fressen oder Streicheleinheiten. Liebe Menschen werden mit Köpfchengeben begrüßt.
Liegt sie auf dem Rücken und räkelt sich am Boden, fühlt sie sich wohl und ist vielleicht zu einem Spielchen aufgelegt. Dass sie zufrieden ist, zeigt sie durch eine entspannte Haltung, oft auch durch halb geschlossene Augen und freundliches Blinzeln. Kauert sich die Katze auf den Boden, macht einen Buckel und plustert den Schwanz zur Bürste auf, hat sie irgendetwas erschreckt. Dass ihr etwas Angst macht, zeigt sie auch durch Fauchen, angelegte Ohren und erweiterte Pupillen.
Schlägt sie mit dem Schwanz hin und her und sträubt sich ihr Fell am Rücken, ist Vorsicht geboten. Dann ist sie nervös und gespannt. Lässt man sie dann nicht in Ruhe, geht sie zum Angriff über und zeigt die Krallen.
Auch mit der Pfote kann der Stubentiger viel ausdrücken. Ein leiser Stupser fordert zum Spielen oder Schmusen auf, ganz anders als die erhobene Pfote einer verärgerten Katze, die vielleicht auch noch mit dem Schwanz wedelt. Hier bedeutet die Geste eine eindeutige Verwarnung: Bis hierher und nicht weiter! Wer’s nicht beachtet, bekommt die Krallen zu spüren. Wenn ihr etwas widerwärtig ist – etwa wenn sie durch kalten, feuchten Schnee stapft – schüttelt die Katze die Pfote. Manchmal „scharrt“ sie auch vor dem gefüllten Futternapf – ein Zeichen dafür, dass sie das angebotene Futter nicht mag.
Das sogenannte Treteln zeigt, dass sie Vertrauen zu dem Menschen hat, auf dessen Körper sie ihre Pfoten rhythmisch bewegt und dabei die krallen ein- und ausfährt. Diese Verhaltensweise stammt aus ihrer Kinderzeit, Katzenbabies treteln am Bauch der Mutter und regen mit diesem „Milchtritt“ den Milchfluss an.
