Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Verhalten

Erlernen und Verstehen der Hamstersprache

Da Goldhamster vorzugsweise ein Einzeldasein führen und sich untereinander nicht gerade freundschaftlich gesinnt sind, legen sie auch keinen Wert darauf, miteinander „Konversation“ zu führen.

Die meisten ihrer Lautäußerungen dienen deshalb fast nur dazu, sich abzugrenzen, zu verteidigen oder gar zu bekämpfen: Fauchen, Brummen und Zähneklappern sind eindeutige Drohsignale gegenüber anderen  Artgenossen oder dem Menschen, wenn das Tier sich bedroht fühlt.

Auch die Körpersprache des Goldhamsters ist hauptsächlich auf die Abwehr von Rivalen oder Feinden ausgerichtet:

So signalisiert das für uns drollig anmutende Sich-auf-die Hinterbeinestellen kein Männchenmachen, sondern eine Abwehrstellung. Der Hamster richtet sich auf, um zu wittern, zu imponieren oder sich gar seinem Rivalen zum Kampf zu stellen. Das Aufblasen der Backentaschen ist ebenfalls ein Zeichen der Abwehr und des Imponierens. Denn dadurch wirkt der kleine Nager bei seinen Feinden größer als er in Wirklichkeit ist.

Fühlt sich der kleine Kerl unbeobachtet und total entspannt, zeigt er dies, indem er herzhaft gähnt oder sich ausgiebig seiner Körperpflege widmet.

Es kommt aber auch vor, dass er in übermütiger Hochstimmung ist. Dann macht der Goldhamster Luftsprünge und freut sich des Lebens.

Ist er neugierig oder erkundet vorsichtig neues Gebiet, bewegt er sich flach auf dem Boden und streckt den Kopf leicht nach oben.