Verhalten
Kaninchen leben in der Natur in Großfamilien und verständigen sich daher untereinander hauptsächlich durch Körpersprache. Aber sie „sprechen“ auch zum Menschen. Jeder, der mit einem Zwergkaninchen zusammenlebt, kann durch Beobachtung die Kaninchen-Sprache erlernen. Man erfährt dabei nicht nur etwas über die Bedürfnisse der Tiere, es macht auch Spaß, sich mit ihnen zu „unterhalten“. Hier einige Beispiele:
- Seine Grundbedürfnisse kann ein Kaninchen sehr deutlich signalisieren: Wird der Futternapf hin und her geschoben, hat es Hunger. Mit scharrenden Pfoten kündigt es sein „Geschäft“ an.
- Wenn sich ein Zwergkaninchen wohl und sicher fühlt, wälzt es sich auf die Seite und bleibt entspannt liegen.
- Aufmerksamkeit und Neugierde werden durch Aufrechtsitzen und erwartungsvolles Ohren-Spitzen angezeigt.
- Aufregung zeigt sich durch schnelleres Atmen und noch schnelleren Herzschlag als ohnehin üblich. Ängstliche Tiere drücken sich in eine Ecke, mutige Tiere machen Männchen und halten Ausschau.
- Trommelt ein Kaninchen mit den Hinterläufen auf den Boden, hat es große Angst, warnt seine Artgenossen vor Gefahren oder protestiert, z. B. wenn es in eine Transportbox gesetzt werden soll. Dann helfen am besten behutsames Streicheln und beruhigendes Einreden auf das kleine Tier. Kommen allerdings schwere Atmung und Unruhe hinzu, ist es ratsam einen Tierarzt zu kontaktieren, denn dies könnten Anzeichen einer Verdauungskrankheit sein.
- Sein Zutrauen zeigt ein Zwergkaninchen, indem es die Hand „seines“ Menschen leckt. Läuft es vor ihm hin und her und macht gar noch Luftsprünge, möchte es spielen und beschäftigt werden.
Kaninchen kommunizieren also meist ganz leise untereinander und mit „ihren“ Menschen - nur wenn sie Angst haben oder verärgert sind, geben sie schon mal ein Fiepen oder Fauchen von sich.
