Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V.

Wissenswertes

Zwergkaninchen haben eine gute Nase

Beim Zwergkaninchen ist wie auch beim Wildkaninchen der Geruchssinn besonders gut ausgeprägt. So lernen Zwergkaninchen, die als Heimtiere gehalten werden, sehr schnell, "ihre" Menschen an deren persönlichem "Duft" zu unterscheiden. So ist der Geruchssinn bei allen Kaninchen bereits bei den Neugeborenen schon voll ausgebildet, damit sie problemlos die Zitzen ihrer Mutter finden.

Auch erkennen und unterscheiden die Kleintiere mit der Nase ihre Artgenossen. Kaninchen haben eine bewegliche Nasenfalte, die sie beim Wittern rhythmisch hochziehen. Man bezeichnet dies als "Nasenblinzeln".  

 

Zwergkaninchen: Fellknäuel zum Liebhaben

Kuschelfell und Kulleraugen sind ihre Kennzeichen. Wer sie sieht, muss sie einfach lieb haben. Zwergkaninchen gehören zu den jüngsten Heimtieren bei uns. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurden sie in Holland gezüchtet und seit den 50er Jahren hoppeln sie auch in deutschen Wohnzimmern umher.

Man unterscheidet bei den Zwergkaninchen vier Hauptrassen: die hängeohrigen Widderzwerge, die weißen Hermeline, die Farbenzwerge und die langhaarigen Fuchskaninchenzwerge. Sie alle gibt es in allen nur denkbaren Farbvariationen. Zwergkaninchen lassen sich als Jungtiere kaum von "normalen" Kaninchen unterscheiden.

Ein "echtes" Zwergkaninchen erkennt man an den runden Formen von Kopf und Körper. Die Augen sind auffallend groß und die Ohren des Zwerges sind kürzer und stehen enger zusammen als die des Stallkaninchens.  

 

Das Zwergkaninchen: ein Minihase?

Gelegentlich werden Zwergkaninchen als Zwerghasen bezeichnet. Das ist eigentlich falsch, denn zoologisch gesehen sind Kaninchen und Hasen - obwohl sie sich ziemlich ähnlich sehen - nicht miteinander verwandt. Alle Kaninchen - auch die Zwergkaninchen - stammen vom Wildkaninchen ab. Kreuzungen zwischen Hasen und Kaninchen sind nicht möglich.  

 

Kaninchen mit guten Manieren – mit den richtigen Tricks kein Problem

Kaninchen lassen sich gut erziehen und werden ohne Probleme stubenrein – Hilfsmittel: ein wenig Geduld und ein paar Leckerlis. Wichtig ist, dass das Kaninchen während des Freilaufs zwei Toiletten ansteuern kann: eine im Käfig und eine im Zimmer, hier eignet sich am besten eine Katzentoilette.

Neben frischer Einstreu (bitte kein Katzenstreu!) sollte darin auch etwas Einstreu aus dem Stall liegen, damit der Hoppler weiß, wo er sein Geschäft machen soll. Macht das Langohr an die falsche Stelle, setzt man es gemeinsam mit seinen „Hinterlassenschaften“ in seine Toilette. Viel Lob und Streicheleinheiten und natürlich ein Leckerli gibt es, wenn das Kaninchen gleich die Toilette aufsucht.

Mit klaren Kommandos kann man Kaninchen auch davon abhalten, Möbel oder Teppiche anzuknabbern: Erwischt man seinen Liebling dabei, klatscht man am besten sofort in die Hände und sagt laut und deutlich „Aus“ oder „Nein“. Dieses Kommando wird es bald verstehen. Und um allen Gefahren vorzubeugen, sollten Strom- und Telefonkabel grundsätzlich nicht frei zugänglich sein.