Goldfische fühlen sich drinnen und draußen wohl!
Nach Deutschland kam der Goldfisch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Heute gehört er zu den beliebtesten und bekanntesten Zierfischarten. So wie wir ihn kennen, wurde er vor mehr als 1.000 Jahren in China gezüchtet. Chinesische Kaiser haben ihn gelegentlich als lebenden Orden verliehen.
Goldfische gehören zur großen Familie der karpfenartigen Fische und sind relativ pflegeleicht. Sie fühlen sich im Gartenteich genauso wohl wie im Aquarium. Letzteres sollte hoch und geräumig sein. Als Bodengrund eignen sich feinkörniger Kies. Ein Stück Holz und einige Pflanzen als Rückzugsmöglichkeiten ergänzen die Einrichtung der "Goldfisch-Wohnung". Auf keinen Fall sollte man die Wasserbewohner in der so genannten Goldfisch-Kugel halten. Das Gefäß ist zu winzig und die Wasseroberfläche zu klein, um genügend Sauerstoff aufnehmen zu können.
Die robuste Zierfischart verträgt Wassertemperaturen von 4 Grad Celsius (im Winter) bis über 25 Grad Celsius, sollte aber nicht dauerhaft unter 10 Grad Celsius gehalten werden. Die etwas empfindlicheren Zuchtformen, wie z. B. Schleierschwänze, benötigen etwas mehr Wärme. Bei ihnen sollte die Temperatur nicht dauerhaft unter 18 Grad Celsius liegen. Eine Heizung für ein Goldfisch-Aquarium ist nicht notwendig, wenn dieses in einem temperierten Zimmer steht. Im Gartenteich können die Kaltwasserfische auch überwintern, wenn dafür gesorgt ist, dass das Wasser nicht bis zum Grund gefriert.
Goldfische sind keine Nahrungsspezialisten und haben immer Appetit. Damit das Wasser nicht zu sehr belastet wird, gibt man ihnen deshalb bei einer Fütterung nur soviel, wie sie innerhalb weniger Minuten auffressen. Das im Fachhandel erhältliche spezielle Goldfischfutter ist genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Abwechselnd kann man ihnen zusätzlich pflanzliches Flockenfutter und gefriergetrocknete Futtertiere anbieten.
