Urzeitkrebse zum Selberzüchten - interessant und faszinierend
Wussten Sie schon, dass man zu Hause kleine Krebse züchten kann, die sogar noch älter sind als die Dinosaurier? Die etwa 1,5 Zentimeter großen Urtierchen mit der wissenschaftlichen Bezeichnung "Artemia" gibt es schon seit mehr als 100 Millionen Jahren! Wie höher entwickelte Lebewesen verfügen die kleinen Salzkrebse über Verdauungstrakt und Blutsystem. In der Natur leben sie in Binnensalzgewässern (Salzseen und -tümpeln). Ihr Erfolgsrezept zum Überleben ist: auch wenn ihre Wohngewässer zeitweise austrocknen können sie überleben, weil sie Eier produzieren, die Trockenheit vertragen und die sehr widerstandsfähig sind. Sobald ihre getrockneten Eier mit Salzwasser in Berührung kommen, schlüpfen die Larven („Nauplien“) der Salzkrebschen.
Das ist auch der Grund, weshalb man sie zu Hause züchten kann:
- Getrocknete Artemia-Eier, geeignetes Futter und auch eine spezielle Anlage zur Aufzucht gibt es beim Zoofachhändler. Er gibt auch gerne die entsprechenden Tipps.
- In ein Glas (Durchmesser ca. 15 cm) füllt man 1/2 Liter Leitungswasser. Den oberen Rand markieren. Wasser immer wieder bis zur Markierung auffüllen. Dazu gibt man 2 gehäufte Teelöffel jodfreies Speisesalz und rührt solange um, bis dieses sich aufgelöst hat. Warm stellen bei einer Wassertemperatur: 24 - 26 Grad C. Standort: Hell, aber nicht in der prallen Sonne.
- Krebseier nach Anleitung in das Glas geben und öfter umrühren, damit der lebenswichtige Sauerstoff hineingelangt.
- Nach 1 - 2 Tagen schlüpfen die winzigen Krebse. Jetzt muss man besonders darauf achten, dass sie nicht überfüttert werden. Nur alle 3 - 4 Tage ein wenig Futter nach Gebrauchsanweisung ins Glas geben. Denn wenn zuviel Futter darin herumschwimmt, können sich leicht tödliche Bakterien bilden.
- Alle 1 - 2 Wochen sollte das Wasser gewechselt werden. In einem zweiten Glas Wasser aufbereiten wie beschrieben. Einen Tag stehen lassen. Dann die kleinen Wasserbewohner mit einem feinmaschigen Kescher oder Sieb vorsichtig einfangen und umsiedeln.
- Die getrockneten Eier, das geeignete Futter und sogar eine spezielle Anlage zur Aufzucht gibt es beim Zoofachhändler. Er gibt auch gerne die entsprechenden Tipps.
