Fast 90 Prozent der Deutschen würden das Tier ihres Nachbarn vorübergehend in Pflege nehmen

Viele Menschen denken darüber nach, sich einen Hund, eine Katze oder ein anderes Heimtier anzuschaffen, sei es aus erster oder zweiter Hand. Oft kommt dabei die Frage auf, wer sich im Krankheitsfall um den Mitbewohner mit Fell, Federn oder Flossen kümmert.

Diese Sorge ist jedoch häufig unbegründet, wie das Bremer Marktforschungsinstitut TheConsumerView (TCV) nun im Rahmen einer repräsentativen Umfrage herausfand.

87,6 Prozent der Deutschen würden das Heimtier ihres Nachbarn in Pflege nehmen, wenn dieser vorübergehend krank oder pflegebedürftig wäre, so das Ergebnis der Befragung. „Mit 93,2 Prozent war die Zustimmung der befragten Tierhalter erwartungsgemäß besonders groß“, so Uwe Friedemann von TCV. „Überrascht hat uns jedoch, dass sich auch gut 70 Prozent der Nicht-Tierhalter gern für einen begrenzten Zeitraum um Hund, Katze oder Vogel kümmern würden.“

Die Bereitschaft der Befragten, vorübergehend ein Heimtier aufzunehmen, war mit 86,0 bis 92,6 Prozent in fast allen Altersklassen sehr groß. Lediglich die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen hielt sich mit 79,7 Prozent ganz geringfügig zurück. „Angesichts des stark ausgeprägten Wunsches nach Flexibilität und Unabhängigkeit gerade in dieser Altersklasse ist dieser Wert dennoch beeindruckend“, so Friedemann. Insgesamt würden etwas mehr Frauen (89,1 Prozent) als Männer (86,1 Prozent) im Krankheits- oder Pflegefall das Tier eines Nachbarn beherbergen.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen, dass viele Heimtierhalter im Notfall auf die Unterstützung ihrer Nachbarn zählen können“, fasst Friedemann zusammen. Eine erfreuliche Nachricht – vor allem für Singles und ältere Menschen, die über die Anschaffung eines tierischen Begleiters nachdenken. IVH

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