Partner auf Zeit: Patenhunde aus dem Tierheim

Viele Menschen wünschen sich einen Hund als treuen Gefährten und Begleiter, das gilt auch für immer mehr ältere, allein lebende Menschen. Einige Nicht-Tierhalter möchten vor der Anschaffung den Umgang mit einem Vierbeiner erlernen. Andere können selbst kein Tier halten. Für all diejenigen gibt es die Möglichkeit, eine Patenschaft zu übernehmen – für einen Hund aus dem örtlichen Tierheim.

„Grundsätzlich kann jeder eine Patenschaft für einen Tierheimhund übernehmen“, erklärt Dr. Katrin Umlauf vom Deutschen Tierschutzbund. „Wichtig ist, dass die Person tierlieb ist und sich in der Lage sieht, Verantwortung für einen Hund zu tragen und sich um dessen Wohlergehen zu sorgen.“ Vorerfahrungen im Umgang mit Tieren sind dabei zwar gut, aber nicht zwingend.

Besonders für ältere Menschen kann ein solcher tierischer Partner eine ideale Lösung sein, gerade dann, wenn Wohnverhältnisse oder Gesundheitszustand eine dauerhafte Hundehaltung nicht zulassen. Gemeinsame Spaziergänge tun Mensch und Tier gut und helfen, soziale Kontakte zu knüpfen. Doch auch für Jugendliche kann ein Patenhund eine gute Alternative zum eigenen Heimtier sein. „Es sollte allerdings vorher geklärt werden, ob der zeitliche Einsatz auch regelmäßig und langfristig geleistet werden kann“, so Dr. Umlauf.

Vor Beginn der Patenschaft wird gemeinsam mit einem Tierheimmitarbeiter besprochen, welcher Vierbeiner am besten zum neuen Paten passt. So wird gewährleistet, dass dem Tier ein verlässlicher Bindungspartner zur Seite gestellt wird. „Auch später hilft das Tierheim beim Umgang mit dem Hund“, versichert die Expertin des Deutschen Tierschutzbundes.

Von der Patenschaft profitieren aber nicht nur die Menschen, sondern auch ihre Schützlinge: „Die Tiere erhalten auf diese Weise zusätzliche, abwechslungsreiche Beschäftigung“, erläutert Dr. Umlauf. Durch den sozialen Kontakt erhöhen sich außerdem die Chancen auf eine Vermittlung. Und nicht selten kommt es vor, dass aus einer Patenschaft eine Adoption wird – für ein ganzes Hundeleben.

Was genau die Patenschaft umfasst, ist von Tierheim zu Tierheim unterschiedlich. Möglich sind zum Beispiel regelmäßige Gassi-Runden, Wochenendbesuche oder auch Übernahmen von Tierarztkosten. Entsprechende Informationen und Adressen von Tierheimen in ihrer Nähe erhalten Interessierte auf der Internetseite des Deutschen Tierschutzbunds unter www.tierschutzbund.de. IVH

 

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