Tierische Weihnachtsüberraschung: Statt Haustier Patenschaften verschenken

01.12.2017

Der Klassiker auf dem Weihnachtswunschzettel: ein Heimtier. Sehnlichst gewünscht und auch bekommen, werden nicht wenige verschenkte Hunde, Katzen, Vögel oder auch Nager ausgesetzt oder landen, wenn sie Glück haben, in einem Tierheim. „Es kommt vor, dass Tiere direkt schon zwischen Weihnachten und Neujahr abgegeben werden, weil der Beschenkte so gar nichts mit dem Geschenk anfangen konnte“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn aus Erfahrung. „Wir raten daher vom Tiere-Verschenken ab, da oft spontan und unüberlegt gehandelt wird.“ Wer seinen Lieben zu Weihnachten trotzdem eine tierische Freude machen möchte, ist mit einer Tierpatenschaft gut beraten.

Vorteile einer Patenschaft
In vielen Tierheimen warten zahlreiche Hunde, Katzen und andere Kleintiere auf einen liebevollen und fürsorglichen Halter und es gibt viele Menschen, die sehr gerne ein Tier hätten. „Mit einer Patenschaft engagiert man sich für ein gewähltes Tier und hilft bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben in den Tierschutz-Einrichtungen“, erklärt Schmitz. Zudem kann der Beschenkte sich bei einer Tierpatenschaft sein Patentier selber aussuchen und wird nicht vor vollendete Tatsachen gestellt.

Was kostet eine Patenschaft?
Eine Tierpatenschaft dauert etwa ein Jahr und kann auf Wunsch auch verlängert werden. Die Kosten sind von Tierheim zu Tierheim und je nach Tier ganz unterschiedlich und gehen beispielsweise bei einer Patenschaft für eine Katze bei etwa sieben Euro im Monat los. „Das Geld aus den Patenschaften wird für Futter, Pflege, und Betreuung der Tiere verwendet und kommt ausschließlich den jeweiligen Tierschutz-Einrichtungen zugute“, sagt Schmitz.

Viele Tierheime sind chronisch unterfinanziert und leben von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. „Daher eignet sich eine Tierpatenschaft als Geschenk, mit der man nicht nur dem Beschenkten eine Freude machen kann, sondern auch Tieren helfen und die Tierschutzarbeit von Vereinen unterstützen kann“, sagt Schmitz.

Patenschaft: eine sinnvolle Alternative
„Gerade Menschen, die selbst kein Tier haben, vielleicht sogar keins haben können, freuen sich, wenn sie als Pate einem Tier helfen können“, weiß Schmitz aus Erfahrung. „Aber auch für jeden, der tierschutzinteressiert ist, ist die Patenschaft eine schöne Möglichkeit, selbst gezielt zu helfen.“

Nicht nur einzelne Tiere, sondern auch diverse Tierschutzprojekte können Tierfreunde mit einer Patenschaft unterstützen. Wer an einer Patenschaft interessiert ist, kann sich bei Tierheimen in seiner Nähe vorab informieren oder findet weiterführende Informationen im Netz. IVH

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