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Heimtier-News

IVH-Pressemitteilungen 15/2021

Im Idealfall kann sich der Tierhalter täglich selbst um seinen Hund kümmern, ihm ausreichend Bewegung und Zuwendung bieten. Doch wenn die Arbeit mehr wird oder eine Wochenendreise ansteht und der geliebte Vierbeiner zu Hause bleiben soll, können Dogwalker, Hundesitter oder Tierpensionen bei der Pflege des Tieres und Gassigängen unterstützen. 

Foto: iStock-Strelciuc Dumitru

Wer beruflich zu stark eingebunden ist, um regelmäßige, ausgiebige Gassi-Runden mit seinem Hund zu drehen, kann sich Unterstützung suchen. Dabei gibt es verschiedene Varianten, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des Tierhalters zugeschnitten sind.

Dogwalker und Hundesitter unterstützen beim regelmäßigen Auslauf

In vielen Städten, aber auch in ländlichen Räumen, haben sich Dogwalker etabliert. Sie holen den Hund zu Hause ab, machen ausgedehnte Spaziergänge und bringen ihn anschließend zurück. Wem es lieber ist, dass sein Vierbeiner nicht nur ausgeführt, sondern ganztags oder auch mal ein Wochenende lang betreut wird, inklusive Fütterung und eventuellen Tierarztbesuchen, kann auf Hundesitter zurückgreifen oder seinen Hund in eine Pension geben. Hilfreich bei der Suche nach einem geeigneten Dogwalker oder Sitter können die Websites vom Berufsverband der Hundebetreuer und Dogwalker (BHD) oder dogument sein. Aber auch eine Stichwortsuche „Dogwalker“ kombiniert mit dem eigenen Wohnort kann erste Adressen liefern.

Fachliche Qualifikation ist wichtig

Die Begriffe Dogwalker und Hundesitter sind keine geschützten Berufsbezeichnungen und es gibt auch keine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Ausbildung hierfür. Dennoch lässt sich die fachliche Qualifikation eines Dogwalkers oder Hundesitters überprüfen, ob er etwa Fachkenntnis über das Verhalten, die Gesundheit oder die Ernährung von Hunden hat. Zum einen ist gesetzlich vorgeschrieben, dass jeder, der beruflich als Tiersitter oder -trainer arbeiten möchte, nach $ 11 des deutschen Tierschutzgesetzes eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Tierbetreuung benötigt. Diese wird vom Veterinäramt ausgestellt. Der 2012 gegründete Berufsverband der Hundebetreuer und Dogwalker (BHD) hat darüber hinaus eine Zertifizierung für diese Berufsgruppe entwickelt, bildet aus und prüft. „Wenn ein Tierhalter die fachliche Qualifikation des Dogwalkers überprüfen will, sollte er aber nicht nur auf den Sachkunde-Nachweis schauen“, betont Lars Thiemann, Mitbegründer des BHD. „Wichtig ist weiterhin, ob er regelmäßig qualifizierte Fortbildungen absolviert.“ So bietet beispielsweise der BHD mindestens einmal pro Jahr eine Weiterbildung zum Thema Hund oder Mehrhundeführung an.

Emotionale Komponente spielt die entscheidende Rolle

Damit der Tierhalter sicher sein kann, dass seine geliebte Fellnase in guten Händen ist, wenn er selbst keine Zeit hat, ist zusätzlich sein Gefühl gefragt. „Als Tierhalter will ich vor allem wissen, ob sich der Dogwalker oder Hundesitter in meinen Hund einfühlen kann. Ein guter Dogwalker oder Hundesitter zeichnet sich dadurch aus, dass er Interesse für den einzelnen Hund hat, dass er sich nach Charakter, Gewohnheiten, Krankheiten und den Fütterungszeiten erkundigt“, erklärt der zertifizierte Hunde- und Verhaltenstrainer. „Und natürlich muss geklärt sein, wie der Tierhalter zu erreichen ist, falls ein Notfall eintritt.“

Ganz entscheidend dafür, ob Hund und Hundesitter am Ende harmonieren, ist die persönliche Begegnung. „Ich empfehle jedem Tierhalter ein persönliches Treffen, bevor er die Entscheidung trifft, dem Dogwalker seinen Hund anzuvertrauen“, rät der Experte. So kann der Tierhalter sehen, wie der Dogwalker mit dem Hund umgeht, wie er ihn anspricht, ob der Hund Vertrauen zu der neuen Person aufbaut oder nicht. „Auch ein einmaliges Mitgehen bei einer Hunderunde ist hilfreich für die Entscheidung“, berichtet der Fachmann.

Damit sich der Hund schnell in die neue „Gassi-Gruppe“ einlebt, sollte außerdem eine Regelmäßigkeit vereinbart werden. „Hunde sind Rudeltiere und es gibt ihnen Sicherheit, sich in einer homogenen Gruppe aufzuhalten“, erklärt Thiemann. „Aus meiner Sicht spricht es für die Qualität eines Dogwalkers, wenn er dem Tierhalter empfiehlt, den Hund mindestens zweimal pro Woche und stets in derselben Hundegruppe auszuführen.“ IVH

Ob während der Urlaubszeit oder bei langen Arbeitstagen: Futterautomaten unterstützen Aquarianer bei der Versorgung ihrer Fische. Die unterschiedlichen Systeme ermöglichen eine flexible Fütterung der Tiere, ersetzen aber bei längerer Abwesenheit nicht gänzlich den Aquariensitter.

Geht es für Aquarianer in die Ferien, steht die Versorgung der daheimbleibenden Fische meist ganz oben auf der Liste der Urlaubsvorbereitungen. Am Aquarium angebrachte Futterautomaten können auf die benötigte Futtermenge und -häufigkeit eingestellt werden und sorgen so für die Verpflegung der Aquarienbewohner. Damit sind die Automaten auch eine gute Unterstützung im Alltag, um eine regelmäßige Fütterung der Tiere zu gewährleisten – etwa bei Berufstätigen.

Befüllung ausschließlich mit Trockenfutter

„Ein Futterautomat ist eine Dosiereinrichtung, welche über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird“, erzählt Maike Wilstermann-Hildebrand, ehemalige Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA), Geschäftsführerin des Vereins Zierfischfreunde Warendorf sowie Autorin zahlreicher Aquaristik-Fachartikel. „Dabei wird der Automat mit Fischfutter, etwa Flocken oder Granulat, befüllt, und gibt in geregelten Abständen eine Portion ins Aquarienbecken ab."

„Über einen Futterautomaten kann ausschließlich Trockenfutter verfüttert werden. Ob der Einsatz eines Automaten zur Versorgung der Tiere infrage kommt, ist daher davon abhängig, welche Fischarten sich im Aquarium befinden“, berichtet die Aquaristik-Expertin. Einige Fische fressen beispielsweise nur Lebendfutter, welches über einen Automaten nicht dosiert werden kann. Das gleiche gilt für Frostfutter. Für welchen Automaten sich welches Futter eignet, verrät in der Regel auch der Hersteller.

Verschiedene Bauweisen für flexible Versorgung unterschiedlicher Fischarten

Der Aquarianer kann aus einer Auswahl an unterschiedlichen Systemen wählen: Während einige Futterautomaten auf eine vorprogrammierte Öffnung der Verschlusskappe setzen, geben andere Automaten das Futter durch eine Rotation des Behältnisses ins Wasser ab. „Außerdem gibt es Modelle mit mehreren kleinen Kammern, welche sich jeweils nach einer Drehung über dem Wasser öffnen. Diese Variante eignet sich vor allem für Aquarien mit unterschiedlichen Fischarten, denn die einzelnen Kammern ermöglichen das Mischen von Granulaten, Flocken und Futtertabletten“, berichtet Wilstermann-Hildebrand.

Bei neueren Varianten befindet sich eine Förderschnecke im Inneren des Automaten, welche das Futter in Form von Umdrehungen aus dem Futterschacht herausschiebt. „Dieses System hat den Vorteil, dass die Öffnung geschlossen ist und das Futter im Vorratsbehälter nicht feucht werden kann. Daher eignet es sich besonders, wenn der Futterautomat über einen längeren Zeitraum hinweg im Einsatz ist, etwa während eines Urlaubs,“ empfiehlt die Aquarianerin.

Aquarium nicht länger als zwei bis drei Tage ohne Aufsicht lassen

Die Bauweise des Futterautomaten sowie die Häufigkeit der Fütterung entscheiden darüber, über welchen Zeitraum die Tiere versorgt werden können. Ein Futterautomat mit 14 Fächern versorgt die Tiere entsprechend zwei Wochen, wenn nur eine Fütterung am Tag erfolgt, und knapp fünf Tage bei drei Fütterungen am Tag. „Ich empfehle, einen Futterautomaten nicht länger als zwei bis drei Tage unbeaufsichtigt im Einsatz zu haben“, so Wilstermann-Hildebrand. Bei längerer Abwesenheit sollte zum Beispiel ein Aquariensitter jeden zweiten Tag kurz nach dem Rechten schauen, das Futter auf Feuchtigkeit kontrollieren und überprüfen, ob die Technik einwandfrei funktioniert.

Vor dem Urlaub: Futterautomat prüfen

Die Expertin empfiehlt, den Futterautomaten bereits zwei bis drei Tage vor einer längeren Abwesenheit einzustellen und zu überprüfen

-       ob er zur eingestellten Zeit wirklich angeht,

-       die Futterklappe richtig runtergeht und

-       der Automat durchläuft.

Damit die Fische genug Futter bekommen, sollten im Vorfeld die ausgegebenen Futtermengen kontrolliert werden: „Ob bei einer Fütterung mit Granulat oder mit Flocken, der Fischhalter sollte stets im Vorfeld überprüfen, wie hoch die Futtermenge ist, wenn beispielsweise zwei, drei oder vier Portionen verfüttert werden. Besonders bei einer Fütterung mit Flocken, die in der Größe uneinheitlich sind, ist nicht garantiert, dass immer die gleiche Menge aus dem Automaten herausfällt. In dem Fall müssten dann die Portionsgrößen angepasst werden", erläutert Wilstermann-Hildebrand. IVH

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Mit der Katze im Homeoffice: Digitales Spielvergnügen

Den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen, kann nicht nur für Menschen, sondern auch für ihre Katzen langweilig werden. Zum Glück gibt es auch für Tiere digitale Ablenkung – die aber bewusst ausgewählt und eingesetzt werden sollte.


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