Anschaffung, Haltung und Pflege

Anschaffung

Wissenswertes zur Anschaffung

Wer sich für eine Katze entscheidet, sollte wissen, dass er ein ganzes Katzenleben lang für sie verantwortlich ist. Die Stubentiger erfordern täglich ein gewisses Maß an Zeitaufwand zum Füttern, Spielen, Streicheln und Schmusen. Bei Langhaarkatzen muss der Katzenhalter die tägliche Fellpflege einplanen.

Katzen sind nicht, wie vielfach angenommen, ausgesprochene Einzelgänger. Den ganzen Tag alleine in der Wohnung bleiben, möchte keine Katze. Daher empfiehlt es sich für Berufstätige und Menschen, die wenig zu Hause sind, zwei Tiere zu halten.

Natürlich ist es für eine Katze herrlich – kann aber je nach Wohnanlage auch zu gefährlich sein – wenn sie so viel wie möglich nach draußen kann. Doch auch als reine Wohnungskatze kann sie glücklich sein. Hat sie eine Artgenossin zum Spielen und bekommt viel Zuwendung von ihrem Menschen, ist noch nicht einmal die Wohnungsgröße entscheidend.

Katzen sind Individualisten und legen Wert auf ihre Unabhängigkeit. Am einfachsten gewinnt man ihr Vertrauen, indem man ihnen Freiraum lässt, Lärm vermeidet, sie nicht aus dem Schlaf reißt und akzeptiert, dass sie sich ihre Schlaf und Lieblingsplätze soweit möglich selbst auswählen.

Hauskatzen werden oftmals über Zeitungsinserate oder über Bekannte angeboten. Man sollte sich ihrer Kinderstube genau angucken: Je besser die Tiere umsorgt werden, desto unkomplizierter und „menschenfreundlicher“ werden sie in der neuen Familie sein. Auch im Tierheim warten jede Menge Stubentiger auf ein neues Zuhause. Es dauert vielleicht ein bisschen länger, bis man ihr Vertrauen gewonnen hat, aber der Mensch wird durch rührende Anhänglichkeit für seine Geduld belohnt. Rassekatzen kauft man am besten bei einem seriösen Züchter. Dieser garantiert, dass die Tiere gesund sind und die wichtigen Impfungen schon durchgeführt wurden.

Die Katze kommt ins Haus

Möchte man ein Katzenkind großziehen, nimmt man es am besten im Alter von 12 Wochen zu sich. Dann ist es von der Mutter entwöhnt und hat alles gelernt, was es fürs Leben braucht. In der Regel sind Kätzchen in diesem Alter auch vollkommen stubenrein. Einige Züchter geben Kätzchen erst im Alter von 16 Wochen ab, damit sie alle notwendigen Impfungen noch in der Kinderstube erhalten.

Wer sich das Kleine aus einem Wurf aussuchen kann, hat die Wahl zwischen lebhaft und frech, verschmust und sanft, Kater oder Katze. Bei der Wahl sollte besonders auf die Gesundheit geachtet werden. Die Kennzeichen einer gesunden Katze sind: saubere Nasenlöcher und Ohren, klare glänzende Augen, die nicht verklebt sein dürfen. Das Fell sollte seidig-weich und ohne Kahlstellen sein. Das Kätzchen ist lebhaft und verspielt, aber auch anschmiegsam.

Hier einige Tipps, damit sich das Kätzchen in seinem zukünftigen Heim auch wirklich wohl fühlt:

  • Katzenfutter sollte man schon im Haus haben. Denn junge Katzen wachsen schnell und werden pro Tag mehrmals gefüttert. Am besten eignet sich das handelsübliche Fertigfutter, das alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Menge und Ausgewogenheit enthält. Am besten vom Züchter oder aus dem Tierheim das gewohnte Futter mitnehmen, damit es zusätzlich zur neuen Umgebung nicht noch weitere Veränderungen gibt.

  • Junge Katzen sind meist neugierig auf ihre Umgebung. Sie sollten ruhig im ganzen Haus oder in der Wohnung schnuppern dürfen. Erst wenn die Katze die gesamte Wohnung kennt und sich dort heimisch fühlt, darf sie ins Freie.

  • Gut, wenn das Kätzchen vor der Abgabe bereits einen Gesundheitscheck, die notwendigen Impfungen und Wurmkuren erhalten hat. Sonst heißt es: So bald wie möglich zum Tierarzt! Er ist für den neuen Hausgenossen der wichtigste Gesundheits-Experte – Grund genug, ihn sorgfältig auszusuchen. Zudem sollte man sie unbedingt beim Tierarzt „chippen“ lassen, d. h. mit einem unter die Haut gepflanzten Mikrochip kennzeichnen lassen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, sie wieder zu finden, wenn sie trotz aller Vorsicht einmal abhandenkommen sollte. Der Tierarzt ist auch die beste Adresse zur Verhütung unerwünschten Nachwuchses.

  • Damit es kein Heimweh bekommt, sollte man das Kätzchen in der ersten Zeit nicht alleine lassen. Zu Anfang braucht es besonders viel Zuwendung. Streicheln, Schmusen und Spielen sind angesagt. Hektik und Lärm sollten vorerst vermieden werden.

Haltung

Die katzengerechte Wohnung

Wer eine Katze in der Wohnung hält, sollte sicherstellen, dass die Umgebung katzengerecht ist. Die Größe der Wohnung ist dabei nicht ausschlaggebend. Für einen Kratzbaum, Katzentoiletten und ein Körbchen bzw. einen Transportbehälter sollte allerdings genügend Platz vorhanden sein. Ideal ist es, wenn der Kratzbaum mit Kletter- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet ist. Das bietet der Katze Abwechslung und geistige Anregung. Außerdem brauchen Stubentiger einen bequemen Schlafplatz und einen sonnigen Ruheort, wie z.B. ein Kissen auf dem Fenstersims.

Auf eine saubere Toilette legt die Katze sehr großen Wert. Wie oft die Streu gewechselt werden muss, hängt davon ab, ob Hygienestreu oder Klumpstreu verwendet wird. Da hält man sich am besten an die Empfehlung des Herstellers. Künftigen Haltern ist geruchsbindende Katzenstreu zu empfehlen. Die Toilette sollte an einem festen, ruhigen Ort stehen, der leicht sauber zu halten und stets für die Katze zugänglich ist.

Die Wohnung darf keine Gefahren bergen, wie z.B. gekippte Fenster (es gibt Kippfenster-Sicherungen im Fachhandel), herumliegende Plastiktüten, verschluckbare Gegenstände, Spitzes und Scharfes oder giftige Zimmerpflanzen. Waschmaschine, Geschirrspüler und Trockner wie alle Geräte oder Behältnisse am besten immer gleich nach Gebrauch schließen. Und vor Gebrauch überprüfen: Neugierige Kätzchen erforschen nur zu gern jede „Höhle.“ Damit sie nicht in Versuchung kommt, die Zimmerpflanzen anzuknabbern, stellt man der Katze ein Schälchen mit Katzengras zur Verfügung.

Müssen Katzen unbedingt nach draußen?

Katzen lieben es, nach Herzenslust draußen herumzustreifen. Doch dort gibt es Gefahren, mit denen die Stubentiger nicht immer umgehen können. Katzenhalter, die in der Großstadt oder nahe einer verkehrsreichen Straße leben, entscheiden sich möglicherweise dazu, die Katze in der Wohnung zu halten. Auch reine Wohnungskatzen können ein glückliches und oft sogar längeres Leben führen als die Tiere, die nach draußen dürfen.

Eine Statistik aus den USA zeigt, dass die Lebenserwartung von Katzen, die nur drinnen leben, doppelt so hoch ist wie bei Freilaufkatzen. Während Freigänger durchschnittlich nur acht Jahre alt werden, erreichen Wohnungskatzen ein Durchschnittsalter von 15 Jahren.

Ganz wichtig für Wohnungskatzen sind das tägliche Fitness-Training und genügend Zuwendung von Herrchen oder Frauchen. Bei den täglichen Spiel- und Schmusestunden zeigen Katzen sehr schnell, was sie mögen und womit sie gerne spielen. Das kann ein Korken, ein Bällchen, knisterndes Papier oder eine alte Socke sein. Zudem bietet der Fachhandel eine große Auswahl an Spielzeug für Samtpfoten an.

Das richtige Spielzeug für die Katze

Wie alle geborenen Jäger ruhen Katzen gern. Für ihr Wohlbefinden benötigen sie aber auch die Spannung der Jagd. Wenn eine Katze nicht jagen kann, staut sich dieser Trieb in ihr an. Sie wird nervös, unzufrieden und aggressiv.

Ein guter Jagdersatz ist das ausgiebige Spielen mit der Katze. Im Fachhandel gibt es eine große Auswahl an Katzenspielzeug. Es sollte sich bewegen, rascheln, baumeln oder rollen. Leider ist so manches, womit Katzen gern spielen, gefährlich. Halter lassen also besser nichts Scharfes und Spitzes herumliegen und räumen alles weg, was die Katze eventuell verschlucken kann. Auch Plastiktüten sollten außer Katzen-Reichweite sein – Erstickungsgefahr. Alle Katzen spielen gern mit Bändern oder Schnüren. Bitte immer unter Aufsicht, damit die Katze sich nicht darin so verheddern kann, dass Gliedmaßen abgeschnürt werden. Auch das so beliebte Wollknäuel ist alles andere als ein geeignetes Katzenspielzeug: Viele Katzen beißen gern auf Wolle herum und schlucken sie sogar – die Wollklumpen können Magen und Darm gefährlich verstopfen.

Nahezu jede Wohnung kann zum idealen Katzenrevier werden: Spielzeug, Katzenmöbel und ein gut erzogener „Katzenmensch" – da fühlt sich die Katze in Ihrem Heim auch dann wohl und munter, wenn ihr die Tür nach draußen verschlossen bleibt. Ganz wichtig: So richtig Spaß macht spielen nur dann, wenn der menschliche Katzenpartner mitmacht. Abwechslung bietet auch und gerade einer reinen Wohnungskatze eine Zweitkatze.

Pflege

Gesundheitsvorsorge bei der Katze

Die richtige Ernährung und eine artgerechte Haltung sind die Grundvoraussetzungen für die Gesundheit der geliebten Stubentiger. Darüber hinaus sollte der verantwortungsbewusste Halter stets aufmerksam Aussehen und Verhalten der Katze im Auge behalten.

Wichtig sind in jedem Fall Impfungen und Wurmkuren: Der Tierarzt weiß, wann welche Impfungen für Katzen notwendig sind. Vorbeugend impfen kann man gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Feline Infektiöse Peritonitis (FIP, auch bekannt als Bauchfellentzündung), Leukose und Tollwut. Nähere Informationen zu den einzelnen Impfungen und Impfintervallen gibt es auf der Homepage der ständigen Impfkomission: www.tieraerzteverband.de/smile/smile-a-z/infos-zum-impfen-von-hund-und-katze/was-katzenhalter-wissen-sollten.php.

Kosmetik für die Katze: die richtigen Pflegemittel

Katzen sind regelrechte Reinlichkeitsfanatiker, die sich täglich etwa drei Stunden ihrer Körperpflege widmen. Dabei lecken sie mit ihrer rauen Zunge den ganzen Körper. Der Kopf, der mit der Zunge nicht erreichbar ist, wird mit den Pfoten, die wie Waschlappen funktionieren, geputzt. Die Ohren erreicht die Katze mit den Pfoten nur äußerlich. Daher sollte man die Ohrmuscheln von Zeit zu Zeit mit einem angefeuchteten Tissue oder einem feuchten Reinigungstuch aus dem Fachhandel auswischen.

Für ihre Fell- und Körperpflege benötigen Haus- und Kurzhaarkatzen nur wenig menschliche Hilfe. Gelegentlich sanft durchkämmen und anschließend die losen Haare abbürsten, reicht im Allgemeinen völlig. Langhaarkatzen dagegen, wie z. B. Perser oder Maine Coon, sollten täglich gekämmt oder gebürstet werden, damit ihr Haarkleid nicht verfilzt. Baden sollte man eine Katze nicht, ausgenommen der Tierarzt empfiehlt ein medizinisches Shampoo! Eine weitere Ausnahme: extrem starker Befall mit Flöhen oder anderem Ungeziefer. Dann empfiehlt sich ein spezielles Ungeziefer-Shampoo aus dem Zoofachhandel, das rückfettend wirkt.

Strahlende Augen sind ein Zeichen von Gesundheit und Wohlbefinden. Leichte Verkrustungen an den Augen lassen sie sich gut mit den schon erwähnten Reinigungstüchern oder einfach mit lauwarmem wasser entfernen. Die Gesundheit der Zähne hängt in erster Linie von der richtigen Ernährung ab. Markenfertignahrung enthält alle wichtigen Mineralstoffe. Zusätzlich sollte ein Katzengebiss regelmäßig auf Zahnstein kontrolliert werden. Vorhandener Zahnstein wird vom Tierarzt entfernt.

Maniküre für die Katz‘

Die Maniküre übernimmt die Katze selbst, indem sie ihre Krallen wetzt. Freilaufkatzen tun dies draußen an Bäumen und Pfählen. Wohnungskatzen brauchen dafür unbedingt einen Kratzbaum. Sollten die Krallen doch einmal zu lang geworden sein, lässt man sie am besten beim Tierarzt kürzen. Oder man lässt sich von ihm zeigen, wie man dabei vorgeht. Dass zusätzliche Krallenpflege notwendig ist, erkennt man daran, dass die Katze beim Krallenwetzen dauernd hängen bleibt, und beim Laufen über glatten Boden ein kratzendes Geräusch zu hören ist.

Katzen richtig füttern: 10 Tipps zur richtigen Ernährung

Wie alle Lebewesen benötigt die Katze Wasser, Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Wie alle Lebewesen hat sie aber auch ganz spezifische Bedürfnisse. Damit die Katze gesund bleibt, muss ihre Nahrung also genau für diese Bedürfnisse zusammengesetzt sein und müssen die Nährstoffe im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Hier zehn Tipps zu den wichtigsten Aspekten der Katzenernährung:

  1. Die einfachste und unkomplizierteste Methode den Stubentiger ausgewogen zu ernähren, ist der Griff zur Marken-Fertignahrung. Diese wurde von Experten entwickelt und wird stets nach neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnissen hergestellt. So enthält sie alles, was das Tier benötigt, und zwar in einem ausgewogenen und bedarfsgerechten Verhältnis.

  2. Da junge Katzen schnell wachsen, aber einen kleinen Magen haben, sollten sie mehrmals pro Tag mit kleinen Portionen gefüttert werden. Erwachsene Tiere bekommen mindestens zwei Mahlzeiten pro Tag; eine morgens und eine abends, am besten immer zur gleichen Tageszeit.

  3. Die Tagesmenge kann auch auf drei bis vier kleinere Mahlzeiten aufgeteilt werden. Das empfiehlt sich vor allem für Tiere, die zu Übergewicht neigen, denn mehrere Mahlzeiten verbrauchen auch (etwas) mehr Energie.

  4. Bei Fertignahrung ist die richtige Menge in den Fütterungsempfehlungen berücksichtigt. Tischreste, für den Menschen gedachte Snacks und gewürzte Nahrung sind als Katzenfutter nicht geeignet und für die Tiere ungesund.

  5. Rohes Schweinefleisch kann für die Vierbeiner gefährliche Krankheitserreger enthalten und sollte daher nicht gefüttert werden. Generell ist Rohfütterung mit der Gefahr von Salmonellose, Verwurmung und der Aufnahme von Krankheitserregern verbunden, die bei Erhitzen der Nahrung gebannt ist.

  6. Das richtige Getränk ist Wasser.

  7. Milch gehört wegen des Nährstoffgehalts eher in die Gruppe der Nahrungsmittel. Wer seiner Katze dann und wann einen Schluck gönnen will, nimmt am besten die lactose-reduzierte Milch aus dem Fachhandel, denn Kuhmilch vertragen die meisten Stubentiger nicht.

  8. Als Futterplatz sollte man eine ruhige Ecke wählen, die nicht in der Nähe der Katzentoilette steht und die auch leicht sauber zu halten ist.  Die Katze beim Fressen möglichst nicht stören. Die Nahrung sollte Zimmertemperatur haben und nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen.

  9. Spätestens eine Stunde nach der Mahlzeit sollte man übrig gebliebenes Futter aus dem Napf entfernen und diesen mit heißem Wasser säubern. Abgewogenes, auf die Tagesration berechnetes Trockenfutter kann zur freien Verfügung den ganzen Tag über im Napf stehen bleiben.

  10. Nach der Mahlzeit braucht die Katze Ruhe. Meist sucht sie sich ein stilles Plätzchen zum Schlafen und Verdauen. Ist sie wieder munter und spielbereit, kommt sie ganz von selbst.

Ernährung der Katze in den verschiedenen Altersstufen

Junge Katzen verbrauchen aufgrund ihres Wachstum und großen Bewegungsdranges dreimal so viel Energie wie eine erwachsene Katze. Der „Säugling" ist mit der Muttermilch zunächst optimal versorgt. Ab der vierten Woche können Kätzchen zugefüttert werden. Mit acht Wochen sind die Jungkatzen entwöhnt und können mit fester Nahrung gefüttert werden. Weil das Kätzchen schnell wächst, braucht es viel Kalzium für den Knochenaufbau und hochwertiges Eiweiß. Bis zum Alter von zwölf Wochen erhält der kleine „Haustiger" fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag. Spätestens mit einem Dreivierteljahr können die Jungtiere wie ausgewachsene Katzen zweimal täglich gefüttert werden.

Erwachsene aktive Katzen benötigen täglich etwa 60 kcal pro Kilogramm ihres Körpergewichtes. Je nach Aktivitätslevel kann der Bedarf etwas höher oder etwas niedriger liegen. Kommt die Katze – meist um das achte Lebensjahr – ins Seniorenalter, verlangsamen sich Stoffwechsel und Verdauung, ihr Futter sollte deshalb leicht verdaulich sein, viele Vitamine und hochwertiges Eiweiß enthalten. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Nahrungsmenge auf drei bis vier kleinere Mahlzeiten verteilen, vor allem bei den älteren Senioren ab 12 Jahren.

Fisch für die Katze? Was Katzen brauchen

Katzen sind Feinschmecker und einige mögen Fisch mindestens genauso gerne wie Fleisch. Fisch enthält viel hochwertiges Eiweiß und ist deshalb als Nahrungsmittel für Katzen geeignet. Aber reine Fischfütterung deckt ebenfalls nicht alle Nährstoffe ab, sondern ist ebenso wie die reine Fleischfütterung auf Dauer zu einseitig und unausgewogen. Darüber hinaus gibt es noch ein paar Tücken: Roher Seefisch kann beispielsweise Bandwurmfinnen oder andere Parasiten enthalten. Wenn man seinem Liebling Fisch gibt, sollte dieser auf keinen Fall roh, sondern stets nur gekocht in den Katzennapf kommen.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig. Doch wer seine Katze mit selbst zubereiteter Kost füttern will, muss sich eine ganze Menge Wissen aneignen – sonst kommt es zu Fehlern. Ein paar Beispiele dafür: Leber ist ein hervorragender Vitamin-A-Lieferant. Zuviel davon schädigt aber den Kalziumstoffwechsel. Einseitige Fleischfütterung deckt den Mineralstoff- und Vitaminbedarf nicht. Durch den Verzehr von rohem Fleisch oder rohen Innereien könnte die Katze sich Viren, Bakterien oder Parasiten „einfangen.“

Tischreste für die Katze?

Auf keinen Fall! Was für uns gut, schmackhaft und gesund ist, bedeutet für die Katze ein Zuviel an Gewürzen, Salz, Kohlenhydraten und ein Zuwenig an hochwertigem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. Unterm Strich bleiben Tischreste also eine Mangelernährung, die zu Mangelerscheinungen bei Katzen führt.

Fertigfutter – einfach gut

Es geht einfacher und besser: mit hochwertigem Fertigfutter. Ob Jungtier, ausgewachsene Katze oder Katzensenior – der Handel bietet Vollnahrung für alle Altersstufen an. Sie enthält die für die jeweilige Altersstufe optimale Menge und Zusammensetzung an Nährstoffen. Die Angaben auf der Packung geben zudem Hinweise zur jeweils richtigen Futtermenge.

Ein qualitativ gutes Alleinfutter enthält somit die optimale Menge an pflanzlichen und tierischen Bestandteilen. Für Abwechslung ist ebenfalls gesorgt: Es gibt Fertignahrung mit allerlei Fleischsorten (Lamm, Rind, Kaninchen, Geflügel) und auch mit Fisch – selbst für die anspruchsvollsten Schleckermäulchen ist das Richtige dabei. Übrigens: Eine ausgewogen und gesund ernährte Katze dankt die Fürsorge mit einem dichten, glänzenden Fell, klaren Augen und einem munteren Wesen.

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