Erziehung und Verhalten

Die Meerschweinchensprache verstehen lernen

Meerschweinchen sind sehr gesellig und mitteilsam. In der Natur leben sie in Sippen zusammen und dementsprechend „reden“ sie viel miteinander.

Wer einer Meerschweinchenfamilie zuhört, hat garantiert seinen Spaß dabei. Sie verständigen sich mit den verschiedensten Lauten und sprechen sogar mit ihrem Menschen. Wer sich näher mit der Sprache der Meerschweinchen beschäftigt, lernt nicht nur ihre Bedürfnisse kennen. Es ist erstaunlich, wie viel die kleinen Tiere zu sagen haben:

  • Sitzen mehrere Meerschweinchen zusammen und fühlen sich glücklich, glucksen und gurren sie zufrieden vor sich hin. So zeigen sie ihren Artgenossen, aber auch ihrem Menschen, dass sie sich wohlfühlen.

  • Möchte ein Meerschweinchen auf sich aufmerksam machen, quiekt es laut. Meist will es dann gefüttert oder beschäftigt werden. Junge Tiere quieken besonders laut, wenn sich die Mutter von ihnen entfernt hat.

  • Aufgeregte Meerschweinchen erzeugen einen lauten, knatternden Ton. Ertönt das Knattern etwas leiser und eher brummend, stammt es von einem Männchen, das ein Weibchen umwirbt. Schnarrende, zischende Töne mit zusätzlichem Zähneklappern deuten auf einen sich anbahnenden Machtkampf hin.

Hat ein Meerschweinchen Schmerzen oder echte Panik, so quietscht es laut und schrill als Alarmzeichen für die anderen Sippenmitglieder. Wittert es hingegen Gefahr oder ist misstrauisch, so ist es zunächst ganz still, versteckt sich vielleicht und versucht einfach, sich unsichtbar zu machen.

Tipps zum richtigen Umgang mit den Meerschweinchen

Bei behutsamer Gewöhnung an „ihren“ Menschen werden Meerschweinchen schnell handzahm und zutraulich. Das richtige Hochnehmen und Tragen eines Meerschweinchens geht so: Um es zu stützen, mit einer Hand unter seinen Bauch greifen. Mit der anderen Hand schützend den kleinen Nager festhalten, damit er nicht herunterfällt.

Beim Tragen empfiehlt es sich, das Meerschweinchen auf eine Hand zu setzen und mit der anderen abzusichern oder es mit beiden Händen zu greifen und es sich mit den Beinen voran leicht an die Brust zu drücken. Das ist die sicherste Weise, um zu verhindern, dass es herunterfällt. Aber Achtung: Die kleinen Nager sind keine Kuscheltiere zum Drücken und Knuddeln! Das sollten Eltern ihren Kindern deutlich machen. Die Tiere sind Fluchttiere – und sie haben einen sehr zarten Körperbau und können durch zu festes Drücken (auch wenn es lieb gemeint ist), Festhalten an den Beinen oder einen Sturz ernsthaft verletzt werden.

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