Erziehung und Verhalten
Erziehung
Katzen sind unabhängige Individualisten, denen das Gehorchen nicht so im Blut liegt, wie etwa einem Hund. Dennoch sollte man auch ihr beibringen, sich an Regeln zu halten. Katzenerziehung erfordert Konsequenz, viel Geduld und Verständnis. Ist die Katze gerade im Begriff, etwas Verbotenes zu tun, klatscht man am besten die Hände – denn dieses Geräusch mag sie gar nicht – und ruft laut „Nein“. Strafen nützen gar nichts, Schimpfen ebenfalls nicht und Schläge zerstören jedes Vertrauen.
Katzen mit Freigang können unterschiedlich große Streifgebiete haben und mitunter längere Zeit außerhalb ihres Zuhauses verbringen. Bleibt eine Katze jedoch ungewöhnlich lange weg oder weicht ihr Verhalten deutlich von ihren bisherigen Gewohnheiten ab, sollten Halter aufmerksam werden und nach ihr suchen.
Dabei empfiehlt es sich insbesondere, die nähere Umgebung sowie Garagen, Keller, Gartenhäuser, Schuppen und andere mögliche Verstecke oder Räume zu überprüfen. Auch Nachbarn können gebeten werden, entsprechende Bereiche zu kontrollieren, da Katzen unbeabsichtigt eingeschlossen werden können.
Kehrt die Katze zurück, sollte sie für ihre Abwesenheit nicht bestraft werden. Sie kann eine nachträgliche Bestrafung nicht sinnvoll mit ihrem vorherigen Streifzug verknüpfen. Stattdessen könnte die Rückkehr zum Menschen mit einer unangenehmen Erfahrung verbunden werden.
Für den Fall, dass eine Katze verloren geht, ist eine Kennzeichnung mit Mikrochip und die Registrierung der Chipnummer in einem Haustierregister besonders wichtig. Trägt eine Katze zusätzlich ein Halsband, sollte dieses katzengeeignet sein und über einen Sicherheitsverschluss verfügen, der sich bei Zug öffnet. Dadurch kann sich die Katze befreien, wenn sie mit dem Halsband hängen bleibt.
Stubenreinheit ist bei Katzen in der Regel kein Problem. Katzenmütter erziehen ihre Jungen sehr früh dazu, die Toilette zu benutzen. Deshalb ist es das Beste, sie nicht vor der zwölften Lebenswoche von der Mutter zu trennen. Manchmal kommt es dennoch vor, dass man dem Neuankömmling auf die Sprünge helfen muss. Kommt eine Katze ins Haus, macht man sie am besten gleich mit der Toilette bekannt. Eine ältere, stubenreine Katze wird keine Probleme haben, die Toilette richtig zu benutzen.
Bei Jungkatzen gilt: Sobald es Anstalten macht, sein „Geschäft“ zu verrichten, setzt man das Kätzchen auf seine Toilette. Macht es alles richtig, wird es gelobt und gestreichelt. Geht etwas daneben, wird das Malheur kommentarlos aufgewischt, am besten mit warmem Wasser und Spülmittel. Achtung: Niemals das Häufchen mit Essigwasser wegwischen. Das riecht für die Katze so, als ob eine andere Samtpfote dahin gepinkelt hat und sie wird versuchen, den Geruch zu überdecken.
Wichtig ist, dass die Toilette an einem ruhigen, ungestörten Platz steht, den das Kätzchen aber leicht erreichen kann. Vom Futter- wie auch vom Schlafplatz sollte sie weit genug entfernt sein. Oft hilft auch eine zweite Toilette im Haus – insbesondere dann, wenn es mehrere Stockwerke gibt.
Grundsätzlich gilt: Was einmal verboten wurde, bleibt immer verboten. Von Anfang an muss klar sein, dass der Tisch für die Katze tabu ist – auch außerhalb der Mahlzeiten. Jedes Familienmitglied sowie Gäste sollten sich an die Regel halten. Ist von vornherein klar, dass es Futter immer nur am „Katzentisch“ gibt, verliert der gedeckte Menschentisch ein ganzes Stück Anziehungskraft. Wenn etwas Leckeres auf dem Tisch steht, muss es aber klar sein, dass die Katze stehlen wird, sobald man den Raum verlässt. Also, vorher Abräumen.
Will die Katze auf den Tisch springen, klatscht man wieder laut in die Hände und ruft ein deutliches „Nein". Ist sie schon auf dem Tisch, sagt man ebenfalls „Nein" und nimmt sie herunter.
Die Fütterungszeiten sollte man so einrichten, dass die Katze satt ist, wenn die Familie am Tisch sitzt.
Verhalten
Katzen kommunizieren auf vielfältige Weise – durch Körperhaltung, Mimik, Schwanz- und Ohrenstellung, Laute und auch über Gerüche. Wer mit einer Katze zusammenlebt, kann lernen, diese Signale immer besser zu erkennen. Wichtig ist dabei: Ein einzelnes Körpersignal lässt sich meist nicht eindeutig übersetzen. Entscheidend sind das Zusammenspiel verschiedener Signale, die jeweilige Situation und das normale Verhalten der individuellen Katze.
Freundliche Begrüßung und soziale Nähe
Kommt eine Katze mit aufgerichtetem, locker getragenem Schwanz und entspannter Körperhaltung auf einen vertrauten Menschen zu, ist dies häufig ein freundliches Begrüßungssignal. Reibt sie Kopf, Wangen oder Körper an einem Menschen, kann dies Ausdruck einer sozialen Kontaktaufnahme sein. Gleichzeitig überträgt sie dabei Duftstoffe und markiert so Vertrautes in ihrer Umgebung.Auch das sogenannte Köpfchengeben kann Teil eines freundlichen Sozialkontakts sein. Es bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Katze anschließend gefüttert oder gestreichelt werden möchte. Am besten lässt man ihr die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob und wie lange sie Kontakt sucht.
Entspannung, Unsicherheit und Abwehr erkennen
Eine Katze, die entspannt auf der Seite oder auf dem Rücken liegt und ihren Bauch zeigt, fühlt sich in dieser Situation häufig sicher. Das Präsentieren des Bauches ist jedoch nicht automatisch eine Aufforderung zum Bauchstreicheln. Viele Katzen möchten an dieser empfindlichen Körperregion nicht angefasst werden.Fühlt sich eine Katze bedroht oder erschreckt, kann sie versuchen, größer zu wirken: Der Rücken wird gekrümmt, das Fell und insbesondere der Schwanz können sich aufplustern. Fauchen, Knurren oder seitlich beziehungsweise nach hinten gerichtete Ohren können ebenfalls darauf hinweisen, dass die Katze Abstand benötigt.
Auch stark erweiterte Pupillen können bei Angst oder hoher Erregung auftreten. Ihre Größe wird allerdings ebenso durch die Lichtverhältnisse und andere Faktoren beeinflusst und sollte deshalb niemals allein zur Beurteilung der Stimmung herangezogen werden.
Was sagt der Schwanz?
Die Bewegungen des Katzenschwanzes liefern wichtige Hinweise auf den emotionalen Zustand. Ein schnell oder kräftig hin und her schlagender Schwanz kann beispielsweise auf zunehmende Erregung, Frustration oder Überforderung hinweisen. Zuckt nur die Schwanzspitze, kann die Bedeutung je nach Situation wiederum eine andere sein.Wird die Schwanzbewegung heftiger und kommen weitere Signale wie eine angespannte Körperhaltung, zurückgelegte Ohren, Fauchen oder Abwehrbewegungen hinzu, sollte die Interaktion beendet und der Katze Raum gegeben werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Katze anschließend zwangsläufig angreift. Solche Signale sollten vielmehr als Hinweis verstanden werden: Die Katze fühlt sich in der aktuellen Situation offenbar nicht wohl und benötigt Abstand oder eine Pause.
Pfoten und „Treteln“
Auch die Pfoten können Bestandteil der Kommunikation sein. Eine Katze kann beispielsweise mit einer Pfote nach einem Menschen oder einem anderen Tier schlagen, wenn ihr eine Annäherung zu viel wird. Die Bedeutung einer einzelnen Pfotenbewegung lässt sich jedoch nicht zuverlässig ohne den jeweiligen Kontext bestimmen.
Viele Katzen zeigen außerdem das sogenannte Treteln oder Milchtrittverhalten, bei dem sie ihre Vorderpfoten abwechselnd rhythmisch gegen eine weiche Unterlage oder manchmal auch gegen einen Menschen drücken. Dieses Verhalten stammt aus der frühen Kittenzeit: Junge Katzen stimulieren durch solche Bewegungen beim Säugen die Milchabgabe der Mutter. Viele Katzen behalten das Treteln auch im Erwachsenenalter bei und zeigen es häufig in entspannten oder angenehmen Situationen.
Was bedeutet Schnurren?
Schnurren wird häufig mit Wohlbefinden und Zufriedenheit verbunden – und tatsächlich schnurren viele Katzen in entspannten Situationen, beispielsweise beim Ruhen oder bei angenehmem Körperkontakt.
Schnurren bedeutet jedoch nicht automatisch, dass es einer Katze gut geht. Katzen können auch bei Stress, Angst, Krankheit oder Schmerzen schnurren. Deshalb sollten immer die übrige Körpersprache, die Situation und mögliche Veränderungen im Verhalten berücksichtigt werden.
Schnurrt eine Katze beispielsweise ungewöhnlich häufig und zieht sich gleichzeitig zurück, frisst weniger oder bewegt sich anders als gewohnt, sollte dies nicht allein als Zeichen von Zufriedenheit interpretiert werden.Schmerzen erkennen
Katzen zeigen Schmerzen häufig sehr subtil. Besonders wichtig ist deshalb, das normale Verhalten der eigenen Katze zu kennen. Veränderungen gegenüber ihrem üblichen Verhalten können ein wichtiger Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt.
Mögliche Anzeichen für Schmerzen sind beispielsweise:- die Katze zieht sich häufiger zurück oder versteckt sich,
- sie spielt oder bewegt sich weniger als gewöhnlich
- sie zögert beim Springen oder Treppensteigen,
- sie läuft steif oder verändert ihre Körperhaltung,
- sie sitzt oder liegt häufiger angespannt beziehungsweise zusammengekauert,
- sie frisst weniger,
- sie putzt sich weniger oder vermehrt nur eine bestimmte Körperstelle,
- sie reagiert empfindlicher auf Berührungen,
- sie wird plötzlich reizbarer oder zeigt ungewohntes Abwehrverhalten
ihre Schlaf-, Toiletten- oder sonstigen Alltagsgewohnheiten verändern sich.
Auch im Gesicht können sich akute Schmerzen zeigen. Tiermedizinisch werden unter anderem nach hinten beziehungsweise seitlich gerichtete Ohren, zusammengekniffene Augen, eine angespannte Schnauzenpartie, Veränderungen der Schnurrhaarposition und eine abgesenkte Kopfhaltung zur Schmerzeinschätzung herangezogen.
Da diese Anzeichen auch andere Ursachen haben können, ersetzen sie keine Diagnose. Zeigt eine Katze deutliche oder anhaltende Veränderungen ihres Verhaltens oder besteht der Verdacht auf Schmerzen, sollte sie tierärztlich untersucht werden.
Die Katze im Ganzen betrachten
Ob eine Katze entspannt, neugierig, unsicher, gestresst oder abwehrbereit ist, lässt sich am zuverlässigsten erkennen, wenn Körperhaltung, Gesichtsausdruck, Ohren, Augen, Schnurrhaare, Schwanz, Lautäußerungen und die jeweilige Situation gemeinsam betrachtet werden. Je besser Halter das individuelle Normalverhalten ihrer Katze kennen, desto leichter lassen sich auch kleine Veränderungen erkennen.
Katzen sind in ihrem Sozialverhalten ausgesprochen flexibel. Sie können enge soziale Beziehungen zu Menschen und zu anderen Katzen eingehen – benötigen jedoch nicht grundsätzlich einen Artgenossen, um sich wohlzufühlen. Manche Katzen genießen das Zusammenleben mit einer vertrauten Partnerkatze, andere bevorzugen es, ihr Zuhause nicht mit einer weiteren Katze zu teilen.
Ob eine Katze allein oder gemeinsam mit Artgenossen gehalten werden sollte, hängt deshalb von ihrer Persönlichkeit, ihren bisherigen Erfahrungen, ihrem Alter, ihrer Sozialisation und den Haltungsbedingungen ab. Auch wenn der Mensch tagsüber berufstätig ist, ist die Anschaffung einer zweiten Katze nicht automatisch die beste Lösung. Entscheidend ist vielmehr, ob die Katzen sozial miteinander verträglich sind und ihnen ausreichend Beschäftigung, Rückzugsmöglichkeiten und andere Ressourcen zur Verfügung stehen.
Wenn zwei Katzen zusammenleben
Leben Katzen in einer stabilen sozialen Beziehung, können sie gemeinsam spielen, dicht beieinander ruhen, sich gegenseitig putzen oder Körperkontakt suchen. Solche Verhaltensweisen können Hinweise darauf sein, dass die Tiere tatsächlich eine soziale Bindung miteinander haben.
Nicht alle Katzen, die in einem Haushalt zusammenleben, bilden jedoch automatisch eine solche Beziehung. Manche tolerieren einander lediglich, während zwischen anderen Katzen soziale Spannungen entstehen können. Diese sind nicht immer leicht zu erkennen: Gegenseitiges Anstarren, Ausweichen, Blockieren von Laufwegen oder Ressourcen, Verstecken und andere subtile Verhaltensänderungen können auf Konflikte hinweisen.
In Mehrkatzenhaushalten sollten deshalb ausreichend räumlich getrennte Ressourcen vorhanden sein. Dazu gehören insbesondere Futter- und Wasserstellen, Katzentoiletten, Schlaf- und Rückzugsplätze, erhöhte Liegeflächen sowie Kratz- und Beschäftigungsmöglichkeiten. So können die Katzen einander ausweichen und selbst entscheiden, wann sie Kontakt suchen.
Zwei Katzen von Anfang an?
Wer von Beginn an zwei junge Katzen aufnehmen möchte, kann mit Wurfgeschwistern oder bereits sozial miteinander verbundenen Tieren gute Voraussetzungen schaffen. Verwandte und bereits vertraute Katzen haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, auch langfristig eine soziale Bindung aufrechtzuerhalten. Eine Garantie für dauerhaft harmonisches Zusammenleben ist dies allerdings nicht.
Bei erwachsenen Katzen sollte besonders sorgfältig geprüft werden, ob eine weitere Katze tatsächlich eine Bereicherung sein könnte. Alter allein ist dabei nicht entscheidend: Auch Temperament, Aktivitätsniveau, Spielerfahrung und bisheriger Umgang mit Artgenossen sollten berücksichtigt werden. Eine ruhige ältere Katze und ein sehr aktives Jungtier können beispielsweise sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben.
Eine neue Katze zieht ein
Eine neue Katze sollte nicht einfach in das bestehende Revier gesetzt werden in der Erwartung, dass die Tiere „das unter sich regeln“. Eine solche Vorgehensweise kann Konflikte und dauerhafte soziale Spannungen begünstigen.
Stattdessen sollte die Zusammenführung langsam und schrittweise erfolgen. Zunächst erhält die neue Katze einen eigenen, vollständig ausgestatteten Bereich. Anschließend können die Tiere zunächst über Gerüche und später über kontrollierten Sichtkontakt miteinander vertraut gemacht werden. Erst wenn beide Katzen entspannt reagieren, werden direkte Begegnungen ermöglicht. Dieser Prozess kann wenige Tage, aber auch mehrere Wochen oder länger dauern.
Dabei sollte keine der Katzen bevorzugt oder zu Kontakt gezwungen werden. Beide benötigen weiterhin ausreichend individuelle Aufmerksamkeit, Rückzugsmöglichkeiten und Zugang zu ihren Ressourcen. Gemeinsame positive Erfahrungen – beispielsweise ruhiges Spiel oder Futter in angemessenem Abstand – können dazu beitragen, dass die Katzen die Anwesenheit des jeweils anderen positiv verknüpfen.
Entscheidend ist nicht, wie viele Katzen in einem Haushalt leben, sondern ob die Haltungsbedingungen und die sozialen Beziehungen den Bedürfnissen der einzelnen Tiere gerecht werden.
Katzen nehmen andere Tiere je nach Art, ihren bisherigen Erfahrungen und der jeweiligen Situation unterschiedlich wahr. Ob ein Zusammenleben gelingt, hängt vor allem von einer behutsamen Gewöhnung und dem Verhalten der einzelnen Tiere ab.
Kleintiere wie Nager und kleine Ziervögel sind immer potenzielle Beutetiere und sollten besser nicht allein mit einer erwachsenen Katze zusammen sein.Auch wenn eine Katze von klein auf mit diesen zusammenlebt, bleibt ihr angeborener Jagdinstinkt erhalten. Kleintiere sollten deshalb niemals unbeaufsichtigt gemeinsam mit einer Katze frei im Raum sein, denn ein Jagdversuch kann so schnell erfolgen, dass selbst anwesende Halter oft nicht mehr rechtzeitig eingreifen können.
Ein harmonisches Zusammenleben von Hunden und Katzen ist gar nicht so selten. Eine behutsame Gewöhnung aneinander, ausreichend Rückzugsmöglichkeiten und Geduld sind dafür wichtige Voraussetzungen. Da beide Tierarten unterschiedliche Körpersprachen und Verhaltensweisen haben, kann es anfangs zu Missverständnissen kommen. Zudem können frühere schlechte Erfahrungen mit der jeweils anderen Tierart das Zusammenleben erschweren. Trotz aller Sorgfalt gelingt eine Vergesellschaftung daher nicht immer.
Werden Hund und Katze bereits in jungen Jahren aneinander gewöhnt, gelingt das Zusammenleben häufig leichter. Begleitet der Mensch die ersten Begegnungen aufmerksam und unterstützt ruhige, freundliche Annäherungen, entwickeln Hund und Katze häufig nach und nach ein harmonisches Miteinander. Bei Katzen aus dem Tierheim können Informationen über frühere Erfahrungen mit Hunden die Eingewöhnung erleichtern. Wenn man schon einen Hund hat und zusätzlich noch eine Katze anschaffen möchte, kann man aktiv bei den Tierheimen nachfragen, ob es Katzen gibt, die Hunde im gemeinsamen Haushalt akzeptieren.
Kinder und Katzen können die dicksten Freunde werden. Denn trotz ihrer Unabhängigkeit passen sich die Stubentiger – sofern ihre Bedürfnisse berücksichtig werden – schnell an die jeweilige Lebenssituation ihrer Menschen an. Bei Überforderung oder Stress ziehen sich viele Katzen zurück. Deshalb sollten sie jederzeit ungestörte Rückzugsmöglichkeiten haben. Mit etwas Anleitung lernen Kinder meist schnell, die Bedürfnisse ihrer Katze zu respektieren.
Wachsen Kinder in einem Haushalt mit Katzen heran, entwickeln sie häufig eine enge Beziehung. Säuglinge und Kleinkinder sollte man jedoch mit Katzen ebenso wenig unbeaufsichtigt lassen wie mit anderen Tieren. Wichtig ist, dass Eltern ihrem Kind vermitteln, dass man mit einer Katze respektvoll umgehen muss, da diese ein eigenständiges Lebewesen und kein Spielzeug ist. Kinder müssen wissen, dass man eine Katze nicht aus dem Schlaf reißen oder beim Fressen stören darf, dass man sie nicht grob behandeln oder gegen ihren Willen festhalten darf – und sie sollten mit der „Katzensprache“ vertraut gemacht werden.
Ebenso wichtig für das Zusammenleben von Kind und Katze in einem Haushalt ist die Hygiene. So sollten Kinder lernen, immer vor den Mahlzeiten und nach Anfassen der Katze die Hände zu waschen. Fressnäpfe müssen nach jeder Mahlzeit gereinigt und Futterreste entsorgt werden. Tränknäpfe sollten täglich gereinigt und neu befüllt werden. Auch sollte die Katzentoilette regelmäßig gereinigt und für Säuglinge und Kleinkinder nicht zugänglich sein. Impfungen, Wurmkuren und tierärztliche Kontrollen regelmäßig durchführen lassen.
Im Handel gibt es verschiedenen Produkte, die die Reinigung unterstützen und erleichtern.



