Tierhaltung in Zeiten des Coronavirus: Zehn Fragen – zehn Antworten

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) und die damit einhergehende Atemwegserkrankung COVID-19 halten nach wie vor ganz Deutschland in Atem. Viele Tierhalter sind verunsichert und fragen sich, was die Corona-Pandemie für sie und ihre Heimtiere bedeutet. Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V. hat die Aussagen führender Experten und Institutionen auf zehn dringliche Fragen zusammengestellt. Die gute Nachricht: Grundsätzlich können Tierfreunde mit ihren Schützlingen normal weiterleben und sie uneingeschränkt versorgen. 

Die hier zusammengetragenen Informationen entsprechen dem Informations- und Wissensstand vom 09.07.2021. Tierhalter sollten sich regelmäßig bei den angegebenen Quellen informieren. Diese werden fortlaufend aktualisiert.

1. Können Katzen und Hunde sich mit SARS-CoV-2 infizieren, an COVID-19 erkranken und das Virus auf den Menschen übertragen?

Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Diese Einschätzung teilen das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten sowie die Weltgesundheitsorganisation.

Gleichwohl erwiesen sich nach Angaben des Instituts verschiedene Heimtiere als empfänglich für SARS-CoV-2 und es besteht die Möglichkeit, dass sich ein empfängliches Heimtier durch engen Kontakt mit einem infizierten Menschen mit dem Coronavirus anstecken kann. Hierzu zählen unter anderem Katzen und Hunde. 

Die gegenwärtigen Erkenntnisse zu SARS-CoV-2 in Bezug auf Tiere zeigen, dass die Empfänglichkeit verschiedener Tiere sehr unterschiedlich ist. Auch die Ausprägung der Symptome und die Fähigkeit der Virusvermehrung und -ausscheidung variieren. Unabhängig davon bedeutet eine Infektion nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden wird. Vielmehr können infizierte Personen große Virusmengen über Nase und Mund ausscheiden und es ist davon auszugehen, dass ihre Umgebung mit Viren belastet ist, die auf ihre Heimtiere übergehen können. Infizierte Personen sollten daher beim Kontakt zu ihren Vierbeinern besonders auf Hygiene achten und engen Kontakt möglichst vermeiden. Dazu zählt zum Beispiel das Abschlecken des Gesichts durch die Tiere. Auch sollten Katzen nicht auf dem Bett ihrer Halter schlafen.

Bislang ging man davon aus, dass sich Heimtiere nur in Einzelfällen durch engen Kontakt mit einem infizierten Menschen mit dem Coronavirus anstecken. So sind laut Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts etwa in Deutschland im Rahmen der Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Heimtieren in den vergangenen zwölf Monaten nur sieben Meldungen zu Katzen und zwei zu Hunden eingegangen. Die Ergebnisse zweier neuer Studien weisen jedoch darauf hin, dass derartige Infektionswege häufiger vorkommen könnten als bisher angenommen: Ein Team von der kanadischen Universität in Guelph testete 48 Katzen und 54 Hunde aus 77 Haushalten, in denen sich jemand mit dem Coronavirus infiziert hatte. Bei 67 Prozent der Katzen und 43 Prozent der Hunde fanden die Forscher Antikörper, was auf eine durchgemachte Infektion hinweist. Zur Kontrolle testete das Team auch Tiere aus einem Tierheim sowie streunende Katzen und stellte bei ihnen eine deutlich niedrigere Positivrate fest. Bei einer ähnlichen Untersuchung der Universität Utrecht mit je gut 150 Hunden und Katzen aus knapp 200 Haushalten von Infizierten in den Niederlanden brachte ein PCR- oder Antikörpertest bei rund jedem fünften Tier ein positives Ergebnis für eine aktuelle oder zurückliegende Infektion. Die Tiere hätten keine oder nur leichte Symptome gehabt.

Beide Studienleiterinnen schließen aus ihren und aus früheren Studien, dass die Tiere sich bei ihren Haltern anstecken. Laut Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sei es jedoch eindeutig, dass die Tiere weiter epidemiologisch keine Bedeutung hätten. Und auch die niederländische Studienleiterin betont, dass bislang keine Übertragung des Virus von einem Heimtier auf einen Tierhalter nachgewiesen wurde.


Quellen:

Friedrich-Loeffler-Institut, Informationen des FLI: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00034652/FAQ-SARS-CoV-2_2020-12-17-bf.pdf 

Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, www.ecdc.europa.eu

Weltgesundheitsorganisation, www.who.int

Spiegel online, https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-bei-hunden-und-katzen-haustiere-stecken-sich-haeufiger-beim-besitzer-an-als-gedacht-a-88379a5c-9cd0-4d9f-a5f8-db2ec7c6dc58 


2. Was gilt im Umgang mit Kaninchen, Meerschweinchen und Co.?

Heimtiere wie Meerschweinchen, Kanarienvögel, Wellensittiche, Zierfische oder Terrarientiere können nach aktuellen Erkenntnissen nicht an COVID-19 erkranken und das Coronavirus auch nicht übertragen. Das Gleiche gilt für Pferde und Tiere in der Landwirtschaft.

Studien, die unter anderem in China und am Friedrich-Loeffler-Institut durchgeführt wurden, zeigen jedoch, dass Frettchen empfänglich für das Virus sind. Sie lassen sich unter Laborbedingungen mit SARS-CoV-2 infizieren, können das Virus vermehren und es auf Artgenossen übertragen, entwickelten jedoch bei den Versuchen keine Krankheitssymptome. Auch Kaninchen erwiesen sich als empfänglich für das Virus und Goldhamster konnten unter Laborbedingungen infiziert werden. Diese Ergebnisse erachtet das Forschungsinstitut als wichtig, da sie bei der Erprobung von Impfstoffen und Medikamenten helfen könnten. Für Heimtierhalter besteht jedoch aktuell kein Grund zur Sorge: Bislang wurde keine Infektion eines als Heimtier gehaltenen Kaninchens oder Hamsters nachgewiesen und nur eine Infektion eines als Heimtier gehaltenen Frettchens. Halter können diese also ganz normal versorgen. Wurde bei einem Tierhalter COVID-19 nachgewiesen, sollte er jedoch engen Kontakt zu seinem Tier vermeiden und es für den Zeitraum der häuslichen Quarantäne nicht mit Tieren anderer Haushalte zusammensetzen, in denen der Erreger nicht aufgetreten ist.


Quellen:

Friedrich-Loeffler-Institut, https://www.fli.de/de/presse/pressemitteilungen/presse-einzelansicht/neues-coronavirus-sars-cov-2-flughunde-und-frettchen-sind-empfaenglich-schweine-und-huehner-nicht/

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00034652/FAQ-SARS-CoV-2_2020-12-17-bf.pdf 

Deutscher Tierschutzbund, https://www.tierheime-helfen.de/coronavirus-faqs

Apotheken-Umschau, https://m.facebook.com/watch/?v=215589683626903&_rdr 


3. Werden Heimtiere auf das Coronavirus getestet?

Es besteht für Heimtierhalter keine Pflicht, ihre Tiere auf SARS-CoV-2 testen zu lassen. Erkenntnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts sowie weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen weisen allerdings darauf hin, dass Katzen, Hunde, Kaninchen, Goldhamster und Frettchen empfänglich für eine Infektion mit dem Virus sind. Entsprechend kann ein Test sinnvoll sein, wenn ein Tier Kontakt zu infizierten Personen hatte und Symptome zeigt, die auf COVID-19 hinweisen könnten, etwa Atemwegs- oder Magen-Darm-Probleme.

Test und Probennahme sollten beim Veterinäramt angemeldet und durch eine dafür befugte und entsprechend geschützte Person vor Ort durchgeführt werden. Der Nachweis beim Tier folgt dem gleichen Testverfahren wie beim Menschen.

Auch nicht infizierte Tierhalter können ihre Vierbeiner grundsätzlich auf SARS-CoV-2 testen lassen. Dies sollte jedoch ausschließlich nach Beratung durch einen Tierarzt erfolgen und wird vom Friedrich-Loeffler-Institut nicht befürwortet.


Quellen:

Friedrich-Loeffler-Institut, https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00034652/FAQ-SARS-CoV-2_2020-12-17-bf.pdf  

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00029996/Empfehlung-Umgang-mit-empfaenglichen-Haustieren_15-05-2020.pdf

Bundesrat,  https://www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/20/992/992-node.html  

Deutscher Tierschutzbund, https://www.tierheime-helfen.de/coronavirus-faqs


4. Mein Tier zeigt Symptome, wie trockenen Husten. Was soll ich tun?

Sollte ein Heimtier, das im Haushalt mit infizierten Personen lebt, Symptome zeigen, die auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen könnten, wird Tierhaltern empfohlen, es bis auf Weiteres im Haushalt zu behalten und sich telefonisch mit ihrem Tierarzt oder dem zuständigen Veterinäramt in Verbindung zu setzen. Der Tierarzt kann die Ursachen der Erkrankung bestimmen und das Tier bei Bedarf auf SARS-CoV-2 testen. Ist der Befund positiv, sollte das Tier, analog zum Vorgehen bei infizierten Menschen, für 14 Tage möglichst isoliert gehalten werden.

Der Tierarzt ist in diesem Fall laut einer Verordnung zur Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Heimtieren und weiteren Tieren seit Mitte Juli 2020 dazu verpflichtet, den Befund an die jeweilige nach Landesrecht zuständige Behörde weiterzuleiten. Diese Behörde, in der Regel das Veterinäramt, meldet den Fall an das sogenannte Tierseuchennachrichtensystem (TNS) und kann auch eine Quarantäne für das Tier anordnen. Mit der Verordnung sollen weitere Erkenntnisse zu Infektion, Übertragung und Ausbreitung des Virus gesammelt werden, um etwaige Risiken für die Gesundheit von Tierhaltern und ihren Schützlingen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen. Ebenso soll die Meldepflicht einen deutschlandweiten Überblick über die Anzahl der infizierten Heimtiere liefern. Bislang sind laut Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts sieben Meldungen zu Katzen und zwei zu Hunden verzeichnet. 

Generell gilt für den Besuch beim Tierarzt laut aktueller Empfehlungen des Europäischen Tierärzteverbands (FVE) und des Dachverbands der Kleintierärzteverbände (FECAVA): Tierhalter sollten den Tierarzt nur in dringenden Fällen aufsuchen und vorab telefonisch oder online einen Termin vereinbaren. Nur eine gesunde, erwachsende Person soll das Tier begleiten und während des gesamten Aufenthalts in der Praxis den Kontakt mit anderen Menschen vermeiden.


Quellen:

Bundesrat, www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/20/992/992-node.html

Friedrich-Loeffler-Institut, https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00034652/FAQ-SARS-CoV-2_2020-12-17-bf.pdf  

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00029996/Empfehlung-Umgang-mit-empfaenglichen-Haustieren_15-05-2020.pdf

Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V., https://www.tieraerzteverband.de/bpt/aktuelles/meldungen/2020_03_19_fecava-fve-ratschlaege-tierhalter.php

Deutscher Tierschutzbund, https://www.tierheime-helfen.de/coronavirus-faqs

Spiegel online, https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-bei-hunden-und-katzen-haustiere-stecken-sich-haeufiger-beim-besitzer-an-als-gedacht-a-88379a5c-9cd0-4d9f-a5f8-db2ec7c6dc58 


 5. Kann ich mein Aquarium pflegen, wenn ich regelmäßig meine Hände desinfiziere?

Grundsätzlich können Tierhalter die Bewohner in Aquarien wie gewohnt versorgen. Im Zusammenhang mit der Verwendung von Desinfektionsmitteln ist laut dem Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF) jedoch Vorsicht geboten: Bevor Zierfisch-Freunde ins Aquarium greifen, sollten ihre Hände frei von chemischen Rückständen jeglicher Art sein. Um negative Auswirkungen auf die Wasserwerte zu vermeiden, reicht es, Hände und Arme vorab mit klarem, warmem Wasser zu reinigen.


Quelle:

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF), https://www.zzf.de/presse/meldungen/meldungen/article/es-gibt-keinen-grund-heimtiere-aus-angst-auszusetzen.html


6. Sind Schutzmaßnahmen für Heimtiere notwendig?

Der Einsatz von Atemmasken oder Desinfektionsmitteln bei Tieren ist nicht notwendig. Im Gegenteil: Derartige Maßnahmen stressen die Tiere enorm, können zudem ihre Häute und Schleimhäute schädigen und sind daher aus Gründen des Tierschutzes abzulehnen.

7. Kann und sollte ich mein Heimtier gegen das Coronavirus impfen lassen?

Aktuell berichten verschiedene Medien über das Thema „Corona-Impfung für Tiere“. So wurden laut Redaktionsnetzwerk Deutschland in Russland und den USA Corona-Impfstoffe für Tiere entwickelt und zugelassen, die zunächst bei Zootieren und auf Nerzfarmen eingesetzt werden sollen. Ein Zoo im kalifornischen Oakland hat seine Tiere kürzlich geimpft.

In Deutschland ist jedoch bislang kein Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen und Experten sprechen sich derzeit gegen eine Impfung von Hunden und Katzen aus.


Quellen:

Redaktionsnetzwerk Deutschland, https://www.rnd.de/gesundheit/corona-impfung-bei-tieren-wann-ist-das-sinnvoll-J2KMJIGKD5ELBNEQSBWA72TINQ.html  

RTL, https://www.rtl.de/cms/werden-demnaechst-auch-katze-hund-co-gegen-corona-geimpft-4791891.html 

Deutscher Tierschutzbund, https://www.tierheime-helfen.de/coronavirus-faqs


8. Ich wurde positiv auf das Coronavirus getestet und befinde mich in häuslicher Quarantäne. Wie kann ich mein Tier trotzdem ausreichend versorgen?

Das Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt derzeit keine strikte Trennung von infizierten Tierhaltern und ihren Schützlingen. Im Gegenteil: Heimtiere, die bei einem Menschen leben, bei dem eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten während dessen häuslicher Quarantäne im Haushalt bleiben. So lässt sich vermeiden, dass sich das Virus möglicherweise in andere Haushalte oder etwa Tierheime verbreitet. Das gilt sowohl für Hunde und Katzen als auch für andere Heimtiere, wie Zwergkaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Kanarienvögel oder Wellensittiche.

Idealerweise sollte sich während der Quarantäne ein anderes, nicht infiziertes Haushaltsmitglied um das Tier kümmern. Ist dies nicht möglich, können erkrankte Halter ihre tierischen Freunde unter Beachtung allgemeiner Hygieneregeln wie dem Händewaschen vor und nach Kontakt mit den Tieren grundsätzlich normal versorgen. Sie sollten jedoch engen Kontakt vermeiden. So sollten sie etwa ihr Gesicht nicht durch das Tier abschlecken und Katzen nicht auf dem Bett schlafen lassen. Zum Schutz der Heimtiere vor Infektionen empfiehlt das Friedrich-Loeffler-Institut zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes durch infizierte Tierhalter.

Katzen, die Freigang gewohnt sind, sollten für die Dauer der Quarantäne nach Möglichkeit nicht nach draußen gehen und auch nicht zusammen mit Katzen aus anderen Haushalten untergebracht werden, zum Beispiel in einer Katzenpension.

Hundehalter, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, stehen vor der Herausforderung, dass sie ihre Wohnung nicht verlassen dürfen. Sie sollten junge, gesunde Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte oder auch professionelle Hundesitter bitten, den Vierbeiner auszuführen. Je nach Charakter des Tieres empfehlen sich hierzu insbesondere Personen, die Erfahrung im Umgang mit Hunden haben.

Dabei gelten die aktuellen Hygiene- und Verhaltensregeln: 

  • Infizierte Tierhalter sollten sich vor Übergabe des Hundes gründlich die Hände waschen und den direkten Kontakt mit der Person vermeiden, die das Tier abholt.

  • Im Idealfall sollte die Person, die mit dem Hund ausgeht, das Haus oder die Wohnung nicht betreten, sondern das Tier im Eingangsbereich übernehmen.

  • Die Person, die das Tier ausführt, sollte möglichst eine eigene Leine und ein eigenes Halsband mitbringen und verwenden, damit sie nicht dieselben Gegenstände anfasst wie die infizierte Person. Ist dies nicht möglich, kann die Leine gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

  • Nach dem Sparziergang mit dem Hund sollte sich die Person, die ihn ausgeführt hat, gründlich die Hände waschen.


Quellen:

Friedrich-Loeffler-Institut, https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00034652/FAQ-SARS-CoV-2_2020-12-17-bf.pdf  

https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00029996/Empfehlung-Umgang-mit-empfaenglichen-Haustieren_15-05-2020.pdf

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/


9. Worauf muss ich beim Einkauf von Futter und Bedarfsartikeln für Tiere achten?

Beim Einkauf im Zoofachhandel gelten derzeit – wie auch in allen anderen Geschäften – gesteigerte Hygieneauflagen. So ist nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Zudem sollen laut einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Januar 2021 beim Einkaufen medizinische Masken, also sogenannte OP-Masken, FFP2-/FFP3-, KN95- oder N95-Masken, getragen werden. Darüber hinaus gilt es, grundsätzliche Hygieneregeln einzuhalten, wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen. Das Ministerium weist darauf hin, dass regional unterschiedliche Regelungen gelten können, da etwa die Umsetzung der Regel zur Maskenpflicht bei den Bundesländern liegt. Tierfreunde sollten sich also im Vorfeld über die Vorschriften vor Ort informieren. 


Quelle:

Bundeministerium für Gesundheit, https://www.zusammengegencorona.de/informieren/alltag-und-reisen/leben-in-der-pandemie/   


10. Ist es sinnvoll, Tiere vorsorglich im Tierheim abzugeben?

Tierhalter sollten ihre Schützlinge nur im Tierheim abgeben, wenn es unbedingt notwendig ist. Ein Ortswechsel sowie der Verlust der Bezugspersonen bedeuten für jedes Tier Stress. Darüber hinaus befinden sich die Tierheime dem Deutschen Tierschutzbund zufolge derzeit in einer Ausnahmesituation, sodass jede nicht unbedingt notwendige Tierabgabe vermieden werden muss. Dies gelte auch für eine vorübergehende Abgabe während einer 14-tägigen Quarantäne: Hierauf sollten Tierhalter nur zurückgreifen, wenn es wirklich nicht möglich ist, das betreffende Tier zu Hause zu betreuen, oder wenn eine infizierte Person ins Krankenhaus muss.


Quelle:

Deutscher Tierschutzbund, https://www.tierheime-helfen.de/coronavirus-faqs


 

 

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