Klimabilanzierung

Klare Ziele und wegweisende Erfolge

Klimabilanzierungen waren neben dem Verpackungsmanagement eines der beiden Schwerpunktthemen unserer IVH-Nachhaltigkeitsumfrage. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) aller im IVH zusammengeschlossenen Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, haben bis Ende 2024 bereits eine oder mehrere Klimabilanzierungen durchgeführt. Vorreiter sind hier vor allem größere Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitenden, von denen schon über 70 Prozent mehrere Klimabilanzierungen durchgeführt haben. Aber auch 29 Prozent der kleineren Unternehmen mit unter 50 Mitarbeitenden haben schon mindestens eine Klimabilanzierung durchgeführt. 73 Prozent der Unternehmen erfassen bei der Bilanzierung neben den direkten Emissionen auch wesentliche Teile der indirekten Emissionen.

63 Prozent der Unternehmen leiten aus den Klimabilanzen konkrete Ziele zur Reduktion und Vermeidung von Emissionen ab, wobei sich etwa ein Viertel (26 Prozent) an der Science Based Targets Initiative (SBTi) orientiert. Dass diesen Zielsetzungen auch Maßnahmen folgen, zeigen die bisherigen Erfolge: In den letzten drei Jahren konnten 74 Prozent der Unternehmen ihre direkten CO₂-Emissionen reduzieren. Von den Unternehmen mit Reduktionserfolgen gelang es 50 Prozent, die Emissionen um fünf bis zehn Prozent zu senken; 25 Prozent erreichten sogar eine Reduktion von mehr als zehn Prozent. 50 Prozent der Unternehmen kompensieren unvermeidbare Emissionen mit Klimaschutzprojekten oder CO₂-Zertifikaten. Zudem bezieht bereits gut ein Drittel (35 Prozent) der Unternehmen den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energiequellen und nur wenige Unternehmen nutzen ausschließlich Energie aus fossilen Brennstoffen (< 10 Prozent).

Auch ihren Product Carbon Footprint (PCF) haben die Hersteller von Nahrung, Zubehör und Bedarfsartikeln für Heimtiere im Blick: 29 Prozent der Unternehmen ermitteln diesen für ausgewählte Produkte. 9 Prozent der Befragten ergreifen Maßnahmen zur Verbesserung des PCF, insbesondere durch Effizienzsteigerungen in der Produktion und den Austausch von Rohwaren.

Doch neben den vielen Erfolgen unserer Industrie stehen die Mitglieder im Bereich Klimabilanzierung auch vor einigen Herausforderungen. Am häufigsten genannt wurden

  • die Datenerfassung für indirekte Emissionen (Scope 3),
  • die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks in der Lieferkette,
  • die Klimabilanzierung insgesamt und
  • die Einsparung von Wärme (Heimtiernahrungsproduktion).

Fazit: Bei der Klimabilanzierung sind viele Mitgliedsunternehmen des IVH gut aufgestellt. Ein Großteil der Unternehmen, die bereits ein oder mehrere Klimabilanzierungen durchgeführt haben, leiten daraus konkrete Ziele zur Reduktion und Vermeidung von Emissionen ab und konnten in den letzten Jahren messbare Erfolge erzielen. Zudem ergreifen fast alle Befragten Maßnahmen zur Verbesserung des Product Carbon Footprint (PCF). Gleichzeitig sehen sie sich mit einigen Herausforderungen konfrontiert, denen es zu begegnen gilt, um die Fortschritte in diesem Bereich auch zukünftig zu sichern.