Verpackungen

Erfolge mit Reduktion, Recycling und gezielter Materialauswahl

In unserer groß angelegten Nachhaltigkeitsumfrage haben wir uns neben Klimabilanzierungen schwerpunktmäßig auf das Verpackungsmanagement fokussiert – ein bedeutendes Themenfeld, denn die Verpackung erfüllt gleich mehrere essenzielle Funktionen: Ob aus Papier, Pappe oder Kunststoffen, sie stellt sicher, dass Tiernahrung hygienisch und sicher aufbewahrt werden kann, frisch bleibt und ihre Nährstoffqualität beibehält. Zudem liefert sie Tierhaltenden wichtige Informationen über das ausgewählte Produkt, etwa zu dessen Zusammensetzung oder zu Fütterungsempfehlungen.

Die größten Herausforderungen in diesem Bereich liegen laut Teilnehmenden in noch nicht ausgereiften Technologien, etwa bei der Umstellung auf recyclingfähige Verpackungen, sowie der Verfügbarkeit und den Kosten nachhaltiger Verpackungen. Auch die Verarbeitung und der mögliche geringwertigere Produktschutz bei recyclingfähigen Verpackungslösungen sowie fehlende einheitliche Deklarationen zur Entsorgung in der EU und die Aufklärung der Endverbraucher wurden in diesem Zusammenhang häufig genannt.

Trotz dieser mannigfaltigen Hürden ergreifen bereits 87 Prozent der teilnehmenden IVH-Mitgliedsunternehmen Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Verpackungsmanagement:

  • 37 Prozent setzen recyclingfähige Materialien ein,
  • 26 Prozent vermeiden unnötige Verpackungen,
  • 15 Prozent setzen Rezyklate ein,
  • 14 Prozent reduzieren die Materialstärke und
  • 8 Prozent investieren in Projekte zur Kreislaufwirtschaft.

Fast die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) hat für diesen Bereich konkrete Ziele definiert, wobei vor allem größere Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen. Zu den wichtigsten Zielen zählen die Erhöhung der Recyclingfähigkeit, die Reduktion des Materialeinsatzes, die Steigerung des Rezyklatanteils sowie die Senkung des CO₂-Fußabdrucks der Verpackungen.

Die Unternehmen berichten von deutlichen Erfolgen: Fast alle (96 Prozent) konnten in den letzten drei Jahren Verbesserungen erzielen, darunter eine durchschnittliche Reduktion des Materialeinsatzes um 14 Prozent, eine Erhöhung der Recyclingquote um 30 Prozent und eine Senkung des CO₂-Fußabdrucks der Verpackungen um neun Prozent. Zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) geben zudem Entsorgungshinweise auf ihren Verpackungen für Deutschland an.

Fazit: Beim Verpackungsmanagement stehen die befragten IVH-Mitgliedsunternehmen vielfältigen Herausforderungen gegenüber. Dennoch ergreift ein Großteil von ihnen Nachhaltigkeitsmaßnahmen in diesem Bereich und konnte bereits Erfolge erzielen. Im Fokus stehen dabei vor allem der Einsatz recyclingfähiger Materialien und die Vermeidung unnötiger Verpackungen. Fast die Hälfte der Befragten hat zudem konkrete Ziele für die Zukunft definiert; hier nehmen größere Unternehmen eine Vorreiterrolle ein.