Singen, Schnattern, Trillern: So unterhalten sich Zebrafinken

Quäken, Tröten, leises Wimmern: Zebrafinken verfügen über ein großes Repertoire an Lauten und Tönen. Und die sind nicht nur schön anzuhören. Das Geschnatter verrät den Vogelhaltern auch einiges über die Gemütslage ihrer bunten Lieblinge.

„Am häufigsten ertönt unter Zebrafinken ein kurzes, nicht sehr lautes ‚Dät’“, erklärt Hans-Jürgen Martin, Vogelkundler und Autor des GU-Ratgebers „Zebrafinken – richtig pflegen und verstehen“. Dieser Ausruf ist der sogenannte Stimmfühlungslaut, mit dem sie sich vergewissern, dass ihr Partner oder weitere Gruppenmitglieder in der Nähe sind. Lang gezogen und viel lauter als der Stimmfühlungslaut ist der Lockruf der Zebrafinken. Mit seiner Hilfe finden sich die kleinen Tiere wieder, wenn sie sich einmal aus den Augen verloren haben. Geraten die Finken einmal aneinander, stoßen sie eine Reihe unterschiedlich lauter Schreie aus. Mit diesen Wutlauten warnen sie die Kontrahenten vor einem drohenden Angriff.

Besonders schön und interessant ist der Gesang der Zebrafinkenmännchen, die damit die Weibchen für sich gewinnen wollen. Martin erläutert: „Er besteht aus zwei Teilen: aus kurzen, schnellen Schnattertönen und einem lauten Triller.“

In Volieren, in denen es Nistplätze für die gesprächigen Vögel gibt, können Vogelfreunde auch häufiger den Nestlockruf hören. Inspiziert ein Vogelpärchen einen Nistplatz, „kommentiert“ es die Behausung mit einem leisen lang gezogenen Wimmern.

Die Laute und Töne, mit denen sich Zebrafinken untereinander verständigen, sind ebenso vielfältig wie unterhaltsam. Und Vogelfreunde, die eifrig „Vokabeln“ gelernt haben, können noch ein wenig mehr an der Finken-Gesellschaft teilhaben. IVH

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