Vögel im Schnee: Ziervögel können in Außenvoliere überwintern

Wer Ziervögel in einer Voliere im Garten hält, steht im Winter oft vor der Frage: Wohin mit den Tieren, wenn es kälter wird? Unter den richtigen Bedingungen kann der Volierenbetrieb allerdings auch im Winter weitergehen.

 

„Zum Schutz vor Kälte und Wind sollte die Voliere mit einer Folie abgedeckt werden“, erklärt Simon Jensen, Kurator im Vogelpark Walsrode. Eine kleine Heizlampe wärmt zusätzlich. „Allerdings sollten Neuinstallationen innerhalb der Voliere schon vor Wintereinbruch angebracht werden“, sagt Jensen. „Damit sich die Tiere daran gewöhnen können.“

Während beispielsweise Wellensittiche so gut über den Winter kommen, benötigen andere Ziervögel, wie zum Beispiel Prachtfinken, ein Schutzhaus. Direkt an die Voliere angebaut, können die gefiederten Bewohner hier vor Wind und Wetter Schutz suchen. Als Schutzhaus eignet sich zum Beispiel ein kleines Gartenhaus, das man fertig im Baumarkt kaufen kann.

„Wichtig ist, dass das Winterquartier hell ist und genügend Platz für alle Tiere bietet“, so Jensen. Außerdem sollte es einfach sauber zu halten sein, damit sich die Vögel auch den ganzen Winter über wohl fühlen. Bade-, Trink- und Futterschüsseln sollten ins Schutzhaus gestellt werden. So zwingt man die Tiere nicht in die Kälte, wenn sie hungrig und durstig sind.

Die Temperatur in dem Anbau sollte je nach Vogelart zwischen 10 und 15 Grad Celsius liegen. Der Einbau einer kleinen Heizung ist daher sinnvoll. Beim Installieren von elektrischen Geräten sollte man allerdings darauf achten, dass die Kabel versteckt sind und nicht von neugierigen Vögeln angenagt werden können. Vogelfreunde, die Ihre Voliere winterfest machen möchten, finden im Zoofachhandel Rat und Tat. IVH

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